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Eine neue Hochsprung-Anlage für die Malenter Leichtathleten

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Malente (ed). Erst seit ein paar Wochen steht sie auf dem Sportplatz des TSV Malente an der Neversfelder Straße: Auf den ersten Blick eines Laien nicht zu erkennen, verbirgt der silberne Überrollwagen eine moderne, hochwertige Hochsprung-Anlage, die es den jungen Leichtathletinnen möglich macht, neben Weitsprung, Sprints, der Staffel oder Kugelstoßen auch den Hochsprung professionell zu trainieren. Der Malenter Leichtathletik-Trainer Marcus Kleine hat es dank hartnäckiger Spendeneinwerbung geschafft, dass der Verein nur einen Teil der Anlage finanzieren musste.
Der freundliche Trainer mit dem Draht zu den jungen LeichtathletInnen hat von Beginn an eine Eigeninitiative gezeigt, die nicht selbstverständlich ist – auf sein Wirken hin wurde die Sparte nicht nur wieder zum Leben erweckt. Als die soeben gefundene Trainerin mitteilte, sie könne das Training doch nicht übernehmen, machte Marcus Kleine kurzerhand den Trainerschein und trainiert seither die jungen LeichtathletInnen selbst. Mit acht LeichtathletInnen hat er damals angefangen, heute sind es oftmals um die 24. Unterstützt wird beim Training dabei unter anderem von engagierten Eltern wie Lars Brinkmann, sodass die NachwuchssportlerInnen optimal gefördert werden können – dazu gehört natürlich auch gutes Equipment, und dahin ist die Leichtathletik-Sparte jetzt auf dem besten Weg.
Als Marcus Kleine 2014 beschloss, die Leichtathletik-Sparte des TSV Malente aus dem Dornröschenschlaf zu holen, schenkte das Landessportzentrum dem Verein eine Hochsprung-Matte für den Anfang. Mangels einer Möglichkeit, sie so zu lagern, dass sie vor Witterung und Nagetieren geschützt war, und aufgrund der begeisterten Nutzung der Matte, hat sie heute nicht nur mehr als ausgedient, es bewohnen sie auch eine Vielzahl von Mausfamilien. „Sie hat uns wirklich gute Dienste geleistet“, so Marcus Kleine, „aber jetzt ist sie wirklich auf.“ Vorausschauenderweise hatte der Trainer schon vor einigen Jahren begonnen, Gelder für eine hochwertige, moderne Hochsprung-Anlage zu sammeln. „14.000 Euro kostet eine gute, sichere, nachhaltige Anlage mit Überrollwagen“, sagt er, „das ist nicht mal so eben im Vereinsbudget.“ Also legte er los, warb für seine Sparte, sammelte geduldig, machte das Anliegen der jungen SportlerInnen publik – und dank Spendern wie den zwei Berlinern Martina Schmieder und Heinz Schulze, die jedes Jahr zum Diekseelauf kommen und von der Not hörten und spendeten, kamen nach und nach 5.000 Euro an Spenden zusammen. Der FC St. Pauli spendete ein Trikot, das Alexander Scholz, der Inhaber der Apotheke in der Peterstraße, zugunsten der leichtathletik-Sparte ersteigerte – dazu gesellte sich ein Zuschuss des Landessportvereins, sodass der TSV „nur“ noch rund 6.000 Euro aus Vereinsmitteln dazulegen musste, aber auch die will Marcus Kleine noch an Spenden einsammeln. Weitere Spender sind also herzlich willkommen – und wer sieht, wie gern die Malenter LeichtathletInnen zwischen acht und 16 Jahren immer freitags an der Anlage trainieren, weiß, dass das Geld prima angelegt ist. Die Anlage besteht aus einem langlebigen Alugitter mit Hohlkammermatten-System und wird geschützt von einem schweren und sie umschließenden Aluwagen, mäuse-, vandalismus- und witterungssicher.
Die neue Hochsprung-Anlage begeistert nicht nur den Trainer und die Vereinsspitze, auch die jungen SportlerInnen, die sie nutzen, finden sie super. So ist Jessika Kay (15) eine der Spitzen-Athletinnen des Vereins – und auch wenn sie an ihrem Sport das Vielseitige sehr liebt, ist es doch der Hochsprung, an dem ihr Herz hängt. „Leichtathletik ist toll, weil man von Ausdauer bis Kraft alles trainiert, aber Hochsprung macht einfach am meisten Spaß. Und jetzt noch ein bisschen mehr.“
Auf der Anlage können die jungen LeichtathletInnen in Malente jetzt gut 20, 30 Jahre lang trainieren, weil sie eben von bester Qualität und gut geschützt ist. Ein weiterer Vorteil der hochwertigen Hochsprung-Anlage: Sie ist nicht nur mit fünf auf vier Metern zugelassen für Wettkämpfe bis hin zu den Norddeutschen Meisterschaften. „In Malente trainieren oft auch die Kaderathleten des Landes Schleswig-Holstein“, weiß Marcus Kleine, „auch ihnen stellen wir die Anlage sehr gern zur Verfügung.“
Wenn die Hochsprung-Anlage dann bezahlt ist, steht das nächste Projekt schon an: „Wir brauchen dringend neue Hürden“, sagt der Trainer, „wir haben zwar alte zu Trainieren, aber für einen Wettkampf sind sie nicht mehr geeignet. Und einen Käfig für Diskus und Kugelstoß haben wir auch nicht. Wir haben also noch viel vor.“ Wer die Malenter LeichtathletInnen unterstützen möchte, findet beim TSV Malente bestimmt ein offenes Ohr.


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