Reporter Eutin

Jung und Alt unter einem Dach

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Eutin (hr). Es ist ein Pilotprojekt, das Kinder und Senior*innen zusammenbringen will: Im Ebereschenweg in Eutin eröffnete im Februar eine Tagespflegeeinrichtung der Diakonie mit einem evangelischen Kindergarten direkt über den eigenen Räumlichkeiten. Das Konzept ist generationenübergreifend, Jung und Alt sollen gemeinsam Zeit verbringen können, zusammen spielen, singen, oder basteln. „Das ist für beide Seiten eine große Bereicherung“, ist sich Heike Steinbach, Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstationen im Kirchenkreis Eutin, sicher.
Auf Grund der aktuellen Corona-Situation ist das natürlich noch nicht möglich, aber die KiTa konnte bereits mit drei Kindern in der Notbetreuung und die Tagespflege mit zwei strikt getrennten Gruppen mit je fünf Senior*innen starten. „Wir hoffen, nach und nach draußen Kontakt ermöglichen zu können“, sagt Steinbach. So sollen Kinder demnächst draußen spielen können, während die Senior*innen auf der Terrasse Kaffee und Kuchen in der Frühlingssonne genießen.
 

Morgens werden die Gäste der Tagespflege zuhause abgeholt und Frühstücken erstmal zusammen. Anschließend gibt es zum Beispiel etwas Morgengymnastik, oder es werden Spiele gespielt, Lieder gesungen oder man unterhält sich einfach. „Das kommt immer auf die Gruppe an, die gerade da. Eine Gruppe spielt zum Beispiel gerne Mensch ärgere dich nicht, eine andere unterhält sich lieber. Da richten wir uns ganz nach den Wünschen unserer Gäste“, erklärt Stefanie Bartelmann, Leiterin der Tagespflege. Mittags gibt es ein frisch gekochtes Mittagessen, für das die Senior*innen auch selbst Wünsche äußern dürfen. Anschließend besteht die Möglichkeit, im Ruheraum Mittagsstunde zu halten, oder aber im Gesellschaftsraum zu bleiben und eine neue Runde „Memory“ oder ähnliches zu spielen. Nachmittags gibt es täglich frisch gebackenen Kuchen, Pudding oder einen ähnlichen Nachmittagssnack. „Wir legen viel Wert auf frisches Essen“, so Steinbach. „Die gesunde Ernährung ist nicht nur wichtig, die regelmäßigen Essenszeiten strukturieren einen Tag auch sehr gut.“
Der nächste Schritt Richtung Normalität könnte mit dem mobilen Impfteam gemacht werden, das in den nächsten Wochen Personal und Tagespflegegäste impfen wird. „Einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind schon geimpft, aber es ist toll, dass wir hier die Chance bekommen, die ganze Einrichtung durchzuimpfen, sofern alle geimpft werden möchten“, sagt Steinbach.
 

Für die Senior*innen ist die Tagespflege bereits eine Erleichterung: „Die Gäste freuen sich jeden Tag, hier sein zu können“, sagt Bartelmann. „Wir sind glücklich, dass wir öffnen konnten, auch damit sie aus ihrer Isolation zuhause rauskommen.“
Möglich ist das durch ein strenges Hygienekonzept, nach Wochentagen getrennten Gruppen, sowie tägliche Tests für die Mitarbeiter*innen. Einige Gäste tragen die Maske zwar vorbildlich, für andere ist es beispielweise wegen Demenz nicht möglich, die Maske durchgehend zu tragen, und beim Essen kann die Maske natürlich ohnehin nicht getragen werden. Doch die Impfung könnte auch im täglichen Ablauf eine große Erleichterung sein: „Im Moment müssen wir jeden Gast einzeln zuhause abholen, das kostet natürlich viel Zeit und ist aufwändig.“ Irgendwann sollen flexiblere Gruppen möglich sein, und natürlich der Kontakt zu der KiTa.
 

Dort waren drei Kinder in der Notbetreuung angemeldet, mit den Lockerungen für KiTas und Grundschulen können bald zehn bis 15 Kinder ab einem Alter von drei Jahren dort betreut werden. „Hier ist es für uns natürlich schön, wenn die Eltern unser generationenübergreifendes Konzept mittragen“, sagt Steinbach. Einige Plätze sind noch frei, die je nach Entwicklung der Pandemie eventuell bald belegt werden können.
In der Tagespflege sind ebenfalls noch einige Plätze zu vergeben, wer Interesse hat, kann sich unter 04523-5500 in der Zentrale der Diakonie in Malente oder ab dem ersten März unter 04523-8868665 melden.


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