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Ortswehrführer Müller wiedergewählt

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Malente (t). Im Neukirchener Hof fand kürzlich die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Sieversdorf statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt waren die Vorstandswahlen. Ortswehrführer Michael Müller, den die Kameradinnen und Kameraden 2018 erstmals in das Amt gewählt hatten, wurde mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt.
Müller ist seit knapp elf Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Sieversdorf.
Die Aufgabe, die Wehr zu leiten, habe ihm viel Freude bereitet: „Die Kameradschaft und das gute Miteinander motivieren mich und sind meine persönlichen Treiber. Extrem begeistert es mich zudem, wie stark der Zusammenhalt untereinander in der Feuerwehr ist, besonders wenn wir zu Hilfeeinsätzen gerufen werden. Es bedarf nur weniger Worte und dann ,lüppt‘ alles – die Zahnräder greifen ineinander. Das ist kein Zufall, die zeitintensive Ausbildung im Hintergrund, ist für Außenstehende größtenteils unsichtbar!
Positiv hat sich die Personalstärke in der Sieversdorf Wehr entwickelt. „2018 waren wir 17 Kameradinnen und Kameraden in der aktiven Abteilung, drei Frauen und 14 Männer. Heute gucken wir auf erfreuliche 25 Kameradinnen und Kameraden in unserer aktiven Wehr. Die Frauen haben sich seit 2018 verdoppelt und die Männer sind auf 19 Kameraden angewachsen. Das Durchschnittsalter beträgt 37,8 Jahre, und wir kommen im Durchschnitt auf neun Jahre Dienstzeiterfahrung“, berichtete Müller. Eine erfreuliche Entwicklung für Sieversdorf, wenngleich nicht ausreichend: „Unsere Mitgliederzahl entspricht aktuell nicht der Vorgabe des Brandschutzgesetzes. Wir wollen und müssen wieder auf mindestens 27 Mitglieder in der aktiven Abteilung wachsen“, so Müller. Leider würden die wenigsten Interessenten aus Eigenantrieb „um die Ecke“ kommen. Müller: „Ich bin eher unzufrieden mit der Situation, zumal das Potenzial im Dorf vorhanden ist.“
Die Einsatzzahlen haben sich in den letzten sechs Jahren fast verdreifacht, berichtete Müller. „Lagen wir zwischen 2018 und 2020 im Durchschnitt noch bei elf Einsätze pro Jahr, liegen wir seit 2021 bei circa jährlich 31 Einsätzen. 2023 waren es 33. Neben der zunehmenden Bürokratie kritisierte der Ortswehrführer auch den Zustand des Gerätehauses. Der Reparaturstau werde immer größer, die Umkleidesituation sei nicht mehr zeitgemäß.
„Das Gerätehaus in Sieversdorf entspricht bei Weitem nicht der geforderten Norm. Das ist auch kein Geheimnis! Aber wie geht es weiter?“, fragte Müller mit Blick auf die klammen Gemeindefinanzen.
Aus der Wehr liege ein vernünftiger Vorschlag über die – dringend erforderliche – Erweiterung des Gerätehauses in Sieversdorf auf dem Tisch. Das rief Müller der Politik auf der Hauptsammlung nochmal ins Gedächtnis.
Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen und Beförderungen wurden unter anderem Michael Müller und Sven Koch ausgezeichnet. Sie sind seit zehn Jahren in der aktiven Wehr. Ein Dienstzeitabzeichen für 20 Jahre Feuerwehrdienst erhielt Björn Höpfner. Zudem wurden die Kameradinnen Lena Warten und Nicole Bock sowie die Kameraden Lukas Baars und Alexander Hamann wurden offiziell in die Wehr aufgenommen und zu Feuerwehrleuten befördert. Schriftwartin Lisa Bock wurde als zur Hauptfeuerwehrfrau mit drei Sternen befördert, Martin Bock zum Hauptlöschmeister mit zwei Sternen.


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