Reporter Eutin

Unheimlich gute Unterhaltung

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Süsel (aj). Ein bisschen was zu schmunzeln gibt es auch in dem neuen Stück der Niederdeutschen Bühne Süsel. Vor allem aber hält „Dat kole Grusen“, was der Titel verspricht. Denn sobald es dunkel wird im Saal der Theaterscheune, noch ehe sich der Vorhang öffnet, breitet sich Unbehagen aus und von der ersten Szene an ahnt man: Hier geht etwas nicht rechten Dingen zu. Erzählt wird die Geschichte von Jane, die einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik hinter sich hat. Ihr Mann Greg hat ein einsam gelegenes Bauernhaus angemietet, vorgeblich, damit Jane sich in Ruhe erholen kann. Doch stimmt das wirklich? Und warum hat er seine Schwester Laura eingeladen, obwohl Jane sich in deren Gesellschaft von jeher unbehaglich fühlt? Statt sich zu stabilisieren, sieht sich Jane ihren alten Ängsten wieder ausgeliefert. Und das liegt nicht nur an den unheimlichen Anekdoten rund um das alte Haus, die der Nachbar George zum Besten gibt...Regisseur Stephan Greeve, der zum sechsten Mal in Süsel inszeniert, versteht sich bestens auf die Balance von Schreckmomenten (Licht und Ton: Herfried Loose) und unterschwelligem Grusel. Unter seiner Anleitung entsteht zwischen den Figuren eine Spannung, die sich unmittelbar in den Zuschauerraum überträgt. Anne Henningsen spielt die Jane als zutiefst verunsicherte Frau, deren Kraft dennoch immer wieder durchschimmert. Brigitte Barmwater verleiht Janes Schwägerin einen beängstigend diabolischen, manipulativen Ausdruck. Vordergründig unbedarft, aber mit Menschlichkeit und einer Spur Komik agiert Uwe Jungenkrüger als Nachbar und Vermieter George. Janes Ehemann Dirk gibt Jörn Hilbrecht als rätselhaften, schwankenden Charakter, offensichtlich fremdbestimmt von seiner dominanten Schwester. Hinter der darstellerischen Präzision steckt viel Arbeit: „Wir haben immer wieder die Texte analysiert, darüber gesprochen, woher die einzelnen Figuren kommen, in welchen Beziehungen sie stehen“, erklärt Regisseur Stephan Greeve. Er weiß: „Bei so einem Stück kommt es auf Nuancen an.“ Eine echte Herausforderung, der das Ensemble gerecht wird, das ist schon in der Probe zu sehen. Dafür gibt es schon jetzt die Anerkennung des erfahrenen Theatermannes Greeve: „Es ist à la bonheur, was da geleistet wird!“ Das Publikum darf sich also einen Thriller freuen, der es in sich hat.
Aufgeführt wird „Dat kole Grusen“ an folgenden Terminen: 7. März um 19.30 Uhr, 8. März um 18 Uhr, 13. März um 19.30 Uhr, 14. März 2020 um 19.30 Uhr, 15. März um 18 Uhr, 20. März um 19.30 Uhr, 21. März um 19.30 Uhr, 22. März um 18 Uhr, 27. März um 19.30 Uhr, 28. März um 19.30 Uhr sowie der 29. März 2020 um 18 Uhr. Karten sind unter anderem online erhältlich unter www.theater-suesel.de


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