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„Wollt Ihr die Schwimmhalle?“

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Eutin (t). Diese Antwort war eindeutig: Ein vielstimmiges „Jaaa!“ bekam Eutins Bürgervorsteher Dieter Holst auf seine Frage „Wollt ihr in die Schwimmhalle?“ zu hören. Mit einem Tag der offenen Tür feierten die Stadtwerke Eutin GmbH (SWE) und die Stadt Eutin am Wochenende das 50-jährigen Bestehen ihrer Sportstätte, die seit dem Mai 2015 „Kirsten-Bruhn-Bad“ heißt.
Das regnerische und kühle Wetter tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Schon lange vor dem Beginn der Veranstaltung um 11 Uhr warteten Kinder, Jugendliche und Erwachsene geduldig vor der Halle, deren Besuch an diesem besonderen Tag kostenlos war. Auch im Außenbereich gab es viel zu erleben, doch die Hauptattraktionen waren eindeutig die Schwimmbecken im Inneren. So lobten die Stadtwerke unter der Jury von Alt-Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz, Eutins bekannteste Kampfrichterin Janina Peglow und dem Leiter des Eutiner Schwimmbades, Frank Borowski erstmals Arschbombenkönige*innen in zwei Altersklassen aus.
SWE-Geschäftsführer Marc Mißling begrüßte die Gäste und unterstrich die Bedeutung dieser städtischen Einrichtung, die ihresgleichen in der Nachbarschaft suche und die einen prominenten Namen trage: Die in Eutin geborene Schwimmerin Kirsten Bruhn habe mit ihren elf paralympischen Medaillen, 54 Weltrekorden und einer Vielzahl weiterer Titel Geschichte geschrieben. Die Stadtwerke als Betreiber der Sportstätte seien sich ihrer Verpflichtung bewusst und stolz darauf, dass dank der am 12. März 1972 eröffneten Schwimmhalle nun schon einem halben Jahrhundert unzählige Menschen aller Altersgruppen mit dem nassen Element vertraut geworden seien.
„Das hat schon was, an diesem Tag hier zu stehen und vor Ihnen sprechen zu dürfen“, eröffnete Bürgervorsteher Dieter Holst seine anschließende Rede. „Ich war 1972 bei der Eröffnung dabei“, berichtete er, „und muss immer wieder daran denken, was vorher war. Es gab diverse Badestellen an unseren Seen hier in der Region, und das Schwimmen haben wir so von ungefähr nebenbei gelernt. Um wie viel besser wurden die Bedingungen, als diese Halle fertiggestellt war.“
Damals habe jede Stadt, die etwas auf sich hielt, eine solche Einrichtung geschaffen. „Und schaut man sich heutzutage um, wo es noch kommunale Schwimmbäder gibt, fndet man kaum noch welche, weil der Unterhalt für viele nicht mehr zu tragen ist. Der Stadt Eutin ist es dank der Stadtwerke gelungen, dies alles hier in die moderne Zeit zu retten – dank vorausschauender Planung, viel Engagement und ständiger Modernisierung. Mein Dank gilt ausdrücklich den Stadtwerken und Kirsten Bruhn, die bereit war, unserer Schwimmhalle ihren Namen zu geben.“
Und auf noch etwas wies der Bürgervorsteher hin: „Hier wird der Beweis erbracht, dass man auch in einem vorrangig auf den Sport ausgerichteten Schwimmhalle einen Riesenspaß haben kann.“


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