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Thementag „Hauen & Stechen” im Oldenburger Wallmuseum

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Oldenburg. (sm) Das Oldenburger Wallmuseum rüstet sich für einen neuen Aktionstag „Mittelalter erleben“: Am Samstag, den 27. August, bewaffnen sich die Leute von Starigard ab 10 Uhr zur Verteidigung ihres mittelalterlichen Slawendorfes. Für die slawischen Bewohner Oldenburgs, damals „Starigard“ genannt, gehörte um das Jahr 1000 die Bedrohung durch Dänen, Sachsen und slawische Nachbarstämme zum Alltag. Es kam häufig zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Viele Kämpfer waren einfache Bauern. Die Bewaffnung dieser Fußkrieger bestand aus Werkzeugen des täglichen Lebens, die rasch und kostengünstig herzustellen waren. Messer und Äxte waren in jedem Haus zu finden; Pfeil und Bogen sowie Speere wurden zur Jagd benutzt. Nur wenige dieser Kämpfer hatten zum Schutz einen Schild zur Verfügung. In Großburgen, wie es Starigard war, gab es aber auch Reiterkrieger. Sie stammten aus einer höheren gesellschaftlichen Schicht und ihre Ausrüstung war qualitativ wertvoller: ein zweischneidiges Schwert, ein großes hölzernes Schild mit eisernem Schildbuckel, Kettenhemd und Helm ließen sie auf ihren Pferden zu gefährlichen Kämpfern werden. Auf der Museumsinsel werden in der Zeit von 10.00 – 17.00 Uhr mittelalterliche Kampftechniken mit Speer, Schwert, Axt und Bogen gezeigt. Die Bewohner der Hafensiedlung sowie die Schaukämpfer der Gruppen Legio Holsatia und Jombsborg Starigard weisen ihre Besucher dabei gern in die Grundlagen des Schaukampfes ein und beantworten ihre Fragen. Die Gäste können unter Anleitung auch selber einmal ausprobieren, wie es sich mit Pfeil & Bogen schießen und treffen lässt. Für Jung und Alt gibt es die Möglichkeit, Kettenhemden zu flechten oder mit einem echten Wikingerschiff den Wallsee unsicher zu machen. Außerdem können angehende Jungkrieger in Geschicklichkeitsspielen ihre Treffsicherheit schulen, bevor sie mit gepolsterten Waffen beim Burgvoigt in die Kampfschule gehen. Alle Informationen zu dieser Veranstaltung erhalten Sie unter Tel. 04361-623142 oder www.oldenburger-wallmuseum.de.


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