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BBZ-Plön „Lernen durch Engagement“

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Plön (t). Der Erlös des ersten „Vintage Marktes“ des Plöner Berufsbildungszentrums (BBZ) wurde an den Verein Plöner Tafel übergeben. Die Schüler kauften für die 600 Euro Nahrungsmittel wie Wurst, Käse und Joghurt ein, die sie an die Tafel übergaben. Die Tafeln sind mehr denn je auf Spenden angewiesen, da derzeit nicht alle Bedürftigen versorgt werden können.
Im Wirtschaft- und Politikunterricht der Berufsfachschule 1 mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Technik haben die Schüler gemeinsam mit Abteilungsleiter Steffen Zelas und Lehrerin in Vorbereitung Britta Brückner sowie der Klassenlehrerin Mareike Moll die Idee eines „Vintage-Marktes“ (Second-Hand-Markt) in der Schule entwickelt.
Die Berufsfachschule 1 Wirtschaft ist ein sehr praxisorientierter Bildungsgang zum Erwerb des Mittleren Schulabschlusses (MSA). Die Oberstufenklasse W-21 hat gemeinsam mit der Technikklasse Tem-21 dieses Jahr im Sinne des Konzeptes „Lernen durch Engagement“ die Veranstaltung geplant und umgesetzt. Die Klasse hat abgestimmt, den Erlös an den Plöner und Lütjenburger Tafel e.V. zu spenden.
Für den „Vintage Markt“ sammelte das Organisatorenteam gut erhaltene Winterbekleidung. Diese wurde gewaschen, aufbereitet und ansprechend präsentiert. Die Multifunktionshalle des BBZ Plön verwandelte sich für drei Tage in ein Shoppingparadies und lud dazu ein, sich für günstiges Geld neu einzukleiden und das eine oder andere Schnäppchen zu schlagen. Durch das Angebot des Vintagemarktes konnten die Schüler zudem einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, indem sie die Kleidung aus zweiter Hand weiter nutzen. So manches schöne Kleidungsstück wechselte den Besitzer, der es stolz in der Klasse präsentierte.
Zusätzlich wurde über die negativen Folgen der sogenannten „Fast Fashion“ informiert. Der Begriff bezeichnet den allgemeinen Trend, ständig neue, günstige Kleidung zu kaufen. Mit dieser Kleidung sind jedoch lange, Umwelt und Klima belastende Transportwege verbunden, darüber hinaus giftige Chemikalien, die bei der Herstellung verwendet werden, angefangen beim Pestizideinsatz im Baumwollanbau. Zudem gibt es für die Beschäftigten weder Arbeitsschutz noch faire Löhne - weshalb die „Fast Fashion-Kleidung“ so günstig angeboten wird.


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