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Der Verbandsliga-Hinrundencheck

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Foto: D. Freytag

Kreis Plön (dif). Die letzten Spiele der Verbandsliga Ost 2022 sind nun auch Geschichte, bzw. fielen dem Wintergott zum Opfer. Das Spitzenspiel in Plön konnte gegen Rot Schwarz Kiel ebenso wenig stattfinden, wie die Paarungen TSV Selent vs. VfB Kiel und der Auftritt der SG Dobersdorf/Probsteierhagen gegen den MTV Dänischenhagen. Formal ist die Verbandsligahinrunde also nun beendet.

 

Doch blickt man genauer hin, so sind eigentlich nur noch neun Spieltage zu absolvieren. In Sachen Titel scheint Rot Schwarz Kiel kaum überwindbar und sollte sich Platz eins am Serienende gesichert haben. Mit dem Wiker SV, dem MTV Dänischenhagen sind scheinbar nur zwei Teams dabei, die mithalten könnten. Hinter dem TSV Flintbek hat sich erfreulicherweise die TSG Concordia aus Schönkirchen eingereiht. Die Elf lebt von der starken Offensive und feierte acht Hinrunden-Dreier. In etwa auf einem Punkte-Level befinden sich die FSG Saxonia und auch der TSV Plön.

 

Die Plöner stehen aus den schon oft erwähnten Gründen schlechter da, als es die Leistung hergeben würde. Hier wäre normalerweise eine Platzierung um die Ränge zwei bis vier machbar gewesen. Man darf davon ausgehen, dass die Blank-Jungs noch einige Ränge in der Tabelle gutmachen werden. Eine Position tiefer beginnt auch schon die Abstiegszone, die vom ehemaligen Landesligisten Stein angeführt wird. Eine „Doppelabstieg“ in die Kreisliga will und muss man beim TSV unbedingt verhindern. Die Verteidigung steht ganz ordentlich, Sorgen macht der überaus harmlose Angriff.

 

Knapp dahinter rangiert mit dem VfB Kiel ein Aufsteiger, bei dem diese Vorzeichen genau andersrum aussehen. Vorne hui, hinten pfui. Trotzdem hat die Elf von der Waldwiese schon einige Pluspunkte gesammelt, um auf den Klassenerhalt hoffen zu können. Die gleiche Perspektive haben zwei Spielgemeinschaften. Die SG aus Dobersdorf und Probsteierhagen, genauso wie die der Probstei von 2012. Das Duo hat den TSV Selent im Nacken und muss weiter ordentlich Pluszähler zusammenbekommen, um nicht auf den Rängen elf bis vierzehn zu stehen. Fast schon für die Kreisliga planen können der TSV Altenholz und leider auch Inter Türkspor Kiel. Der Ligavorletzte aus Altenholz kommt auf sechs Pluspunkte, die Elf vom Ostufer hat gar erst einmal einen Dreier einfahren können.

 

Schon der Rückstand auf den TSV Selent ist mit neun, bzw. zwölf Zählern mehr als groß, der auf einen Nichtabstiegsrang mit vierzehn fast uneinholbar. Die riesigste Baustelle scheint bei beiden klar: Inter fing sich in der ersten Serie der Spielzeit 2022/23 80 Gegentore, der TSV 52. Wir tippen den Einlauf 2023 wie folgt: Die Meisterschaft geht an Rot Schwarz Kiel, der sich den Titel vor dem MTV Dänischenhagen sicher sollte. Der TSV Plön schafft noch Platz drei, knapp vor der Wik und Concordia Schönkirchen. Neben den abgeschlagenen Mannschaften aus Altenholz und Inter, könnten die SG Probstei und der VfB Kiel die weiteren Abstiegsplätze belegen. Wir glauben damit also an die Dobersdorfer, Selent und auch den TSV Stein, den Klassenerhalt im folgenden Jahr festmachen zu können. Eine knappe Geschichte wird es aber allemal, die wohl erst am finalen Spieltag endgültig entschieden sein wird. Landesliga Mitte: Mit dem aus Schönkirchen gekommenen Melih Cerrah hat der Preetzer TSV einen mehr als guten Griff getätigt. Der Angreifer konnte sich schon sechsmal in die Torschützenliste eintragen und belegt in der gesamten Staffelwertung Platz zwölf. Ein Tor weniger gelang Johannes Schütt, der sich damit auf Position sechszehn wiederfindet. Der erst im Oktober, nach langer Spielpause, zum PTSV gekommene Lennart Feddersen hat auch bereits dreimal für die Schusterstädter getroffen. Auch diese Verpflichtung kann man in die Kategorie „gelungen“ einordnen. Die Elf von Andreas Möller und seinem Co Jirka Heine steht bei fünf Saisonerfolgen, drei Remis und sechs Niederlagen, kommt dabei auf ein Torverhältnis von 26:26. Für einen Neuling eine sehr ordentliche Quote. Im der Heimspielwertung, in der Schusterstadt, liegt der PTSV hinter dem TSV Klausdorf sogar auf Position zwei. Preetz hat in der bisherigen Spielzeit und - wie erwähnt als Aufsteiger- auf jeden Fall positiv überrascht und sollte nach Lage der Dinge auch ab Sommer 2023 Landesligist bleiben.


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