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Der Weihnachtstruck kommt! Weihnachtsliedersingen am Truck – mobile Andachten zum Fest

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Preetz (vg). Die evangelische Kirchengemeinde Preetz schickt den Weihnachtstruck wieder auf Tour. Ihren ersten Einsatz hat die rollende Kirche bereits am Sonnabend auf dem Preetzer Wochenmarkt.
Angefangen hatte alles 2020. „Als die Menschen wegen der Pandemie nicht in die Kirche gehen konnten, ist die Kirche zu den Menschen gekommen. Das Projekt ist so gut angekommen, dass es inzwischen eine Eigendynamik entwickelt hat“, berichtet Pastorin Yasmin Glatthor. „Bereits im Sommer gab es Nachfragen, ob es Weihnachten wieder losgeht“, ergänzt Sven Bohnhoff. Der Chef des Unternehmens „Umzüge Preuß“ stellt im dritten Jahr in Folge einen 18-Tonner für die Kirche auf Rädern zur Verfügung. Die Idee, beim Preetzer Traditionsunternehmen anzuklopfen hatte damals Gernot Weimar, Vorsitzender des Fördervereins Stadtkirche Preetz. Und Familie Bohnhoff hatte ohne Zögern zugestimmt und macht sogar bis heute in Gänze mit. In diesen Tagen schmücken die Geschwister Marie und Hannes Bohnhoff das riesige „Zugpferd“ für den weihnachtlichen Einsatz.
Pastorin Glatthor freut es, dass man über diese Aktion nun auch Bürger erreicht, die sonst nicht zu den Gottesdiensten gekommen wären – und zwar auch auf den Dörfern. „Auch ist es für Familien mit Kindern viel angenehmer, dieses lockerere Angebot unter freiem Himmel wahrzunehmen.“ Der Ablauf ist kurzweilig und festlich: Yasmin Glatthor hält von der Ladefläche des Lkw aus die Andacht, Gernot Weimar liest die Weihnachtsgeschichte vor und zu den Keyboard-Klängen von Kalle Petersen werden mit den versammelten Gästen klassische Weihnachtslieder wie „O Du Fröhliche“ gesungen. Der Weihnachtstruck hält am Heiligabend, Sonntag, 24. Dezember, an drei Stationen: um 15 Uhr auf der Glindskoppel (Sudetenstraße vor dem Fußgängertunnel), um 16 Uhr am Robinson-Spielplatz in der Wilhelm-Raabe-Straße und um 17 Uhr im Wohngebiet am Rethwischer Weg (Pabststraße/Ecke Haimkroogkoppel). Am Montag, 25. Dezember, macht die Tour um 10 Uhr auf dem Hof von Berlepsch (Dorfstraße 15 in Sieversdorf), um 11 Uhr am Dörpshuus in Postfeld und um 12 Uhr auf dem Löptiner Dorfplatz halt. Premiere feiert am kommenden Sonnabend nun das Weihnachtsliedersingen auf dem Wochenmarkt, das Pastorin Glatthor gemeinsam mit Propst Erich Faehling initiiert hat. „Wir haben uns dabei vom Trend zur Pop-Up-Church leiten lassen. Pastoren tauchen dort auf, wo die Menschen sind, und begeben sich mitten ins Geschehen, führen Gespräche, singen Lieder oder erteilen Segen“, erzählt die Preetzer Theologin. „Und da der Preuß-Lkw so etwas wie das Erkennungszeichen für unsere rollende Kirche geworden ist, arbeiten wir wieder mit Familie Bohnhoff zusammen.“
Der Truck steht zwischen 10.30 und 11 Uhr sowie 11.30 und 12 Uhr am Quellstein auf dem Marktplatz. Ehrenamtler schenken Punsch und Kaffee aus und bieten Kekse an. „Alle Passanten sind dann zum Mitsingen eingeladen. Man kann sich auch Lieder wünschen“, sagt Yasmin Glatthor. Sie hat nicht nur Liederhefte für jedermann mit dabei, unterstützt wird die Singaktion auch vom Preetzer Posaunenchor unter Leitung von Kantorin Rebecca Poesch. Von „Kling, Glöckchen“ bis zu „In der Weihnachtsbäckerei“ wird dann eine Vielzahl von vertrauten Songs zu hören sein. Für einen Moment der Besinnlichkeit holt die Kirche die Menschen dort ab, wo sie sind.

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