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Gesundheitszentrum am Löwen in Preetz feiert mit Rabattwoche

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Preetz (vg). Es war der Ursprung einer bemerkenswerten Entwicklung: Als der aus Rügenwalde stammende Apotheker Willy Krause am 2. Dezember 1948 die Löwen-Apotheke in Preetz eröffnete, konnte er nicht ahnen, was daraus entstehen würde. 75 Jahre später ist sie Teil des Gesundheitszentrums am Löwen (GZL), das „alles für Ihre Gesundheit unter einem Dach“ – so der Leitgedanke des Unternehmens – vereint. Das Jubiläum wird nun groß gefeiert.
Die Apotheke hat Geburtstag, aber das ganze Haus feiert mit. „Vom 27. November bis zum 2. Dezember gibt es auch in der Parfümerie, im Reformhaus und im Sanitätshaus eine 20-Prozent-Rabatt-Aktion. In vorweihnachtlicher Atomsphäre laden wir die Kunden ein, schon jetzt ans Schenken zu denken“, erzählen die Schwestern Bettina Krause und Kristina Böhm, die das Familienunternehmen heute leiten. Damit knüpft das GZL an das traditionsreiche Vorweihnachts-Shopping an, bei dem sich besonders die Parfümerie stets als Kundenmagnet erwies. Dort locken jetzt wieder neueste Düfte, Kosmetik-Adventskalender oder die junge Pflegeserie „Rituals“. „Am Sonnabend, 2. Dezember, stoßen wir dann mit der Kundschaft auf das Jubiläum an. Eine Jazzband spielt, es gibt Luftballons, weitere kleine Aktionen und Suppe“, so die Firmenchefinnen.
Rückblende: Der Großvater der Preetzer Unternehmerinnen übernahm 1935 die bereits 1612 gegründete Löwen-Apotheke am Markt 10 in der heute zu Polen gehörenden westpommerschen Stadt Rügenwalde. Nach dem Krieg floh die Familie nach Schleswig-Holstein. In Preetz erhielt Willy Krause am 23. Februar 1948 eine Konzession zum Betrieb einer Apotheke. Der Neustart erfolgte am 2. Dezember 1948 in den Räumen einer ehemaligen Gastwirtschaft in der Schellhorner Straße 1, die die Stadt Preetz für die Einrichtung einer zweiten Apotheke im Ort bereit gestellt hatte. „Zum 1. April 1957 verlegte er den Standort der Apotheke in die Innenstadt. Die neue Adresse lautete nun Markt 10 – genau wie schon die der Löwen-Apotheke in Rügenwalde“, schmunzelt Kristina Böhm.
Als Willy Krause 1961 im Alter von nur 59 Jahren starb, musste das älteste von sechs Kindern den Familienbetrieb übernehmen: Wolf-Peter Krause hatte Pharmazie und Jura studiert und sich eigentlich zum Ziel gesetzt, in die pharmazeutische Industrie zu gehen. „Nun führte er die Preetzer Apotheke weiter, schaffte es aber auch, sich selbst zu verwirklichen. Bei einem Urlaub in der Schweiz war ihm aufgefallen, dass die Apotheken dort ein weitaus umfassenderes Sortiment anbieten durften als in Deutschland zulässig war. Seine wegweisende Idee war es, um die Apotheke herum vier Fachgeschäfte anzusiedeln, die über Arzneimittel hinaus Waren und Dienstleistungen rund um Gesundheit und Wohlbefinden vorhalten: Sanitätshaus, Reformhaus, Drogerie und Parfümerie. Es galt, den Gedanken der Beratung, Vorbeugung und Betreuung stärker in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen“, erläutert Kristina Böhm.
Die Keimzelle Apotheke wuchs 1971 zum Gesundheitszentrum am Löwen. Innenhalb eines halben Jahres wurde das alte Gebäude abgerissen und ein neues, in dem Krause sein Konzept umsetzen konnte, errichtet. Seitdem hält die positive Entwicklung an. Das Stammhaus ist bis 2015 um die Nachbargrundstücke erweitert worden, das GZL erstreckt sich vom Markt 9 bis zum Markt 12 und umfasst mittlerweile 5000 Quadratmeter. Hinzugekommen sind eine orthopädische Werkstatt, eine Schuhorthopädie und eine Reha-Werkstatt, auch Arztpraxen wurden in den Häusern angesiedelt. Außerdem wurde für das Sanitätshaus ein Filialnetz aufgebaut, um Kunden Schleswig-Holstein weit versorgen zu können. Standorte sind in Heide, Lütjenburg, Malente und Eutin. „So etwas kann nur im Team umgesetzt werden, deshalb ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter bei uns ein hohes Gut. Sie sind in die Erarbeitung der Unternehmensziele eingebunden. Sie können selbstständig und mit aktuellster Technik arbeiten und eigene Projekte übernehmen – das macht Spaß und beflügelt. Die Entwicklung des Unternehmens ist auch die Summe der Erfolge unserer Mitarbeiter“, so Bettina Krause und Kristina Böhm, die das Lebenswerk ihres 2018 verstorbenen Vaters gemeinsam weiterführen.
Auch den Herausforderungen der Zukunft wollen sie sich zusammen stellen. Zum einen gelte es, dem Fachkräftemangel zu begegnen, zum anderen wolle man das Vertrauen, das man als Apotheke vor Ort genieße, mit der Digitalisierung zusammenbringen. „Es geht darum, durch digitale Prozesse einen Mehrnutzen für die Patienten zu generieren“, so Bettina Krause. Ein Beispiel ist der neu installierte Abholautomat für Medikamente, an dem man rund um die Uhr mittels Code seine Arzneimittel mitnehmen kann.
Weitere Infos rund um das breitgefächerte Angebot des „‚Löwen“ gibt es online auf www.gzl.de.

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