Reporter Eutin

Impressionen vom diesjährigen Preetzer Schützenfest

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Preetz (tg). Auf diesen Tag im Juni hatten alle Gildebrüder lange Zeit warten müssen. Nach drei Jahren Pause, zwei davon pandemiebedingt und natürlich ungeplant, konnten die Preetzer Schützen am vergangenen Samstag ihr traditionelles Gildefest endlich wieder wie gewohnt und auch ohne Einschränkungen feiern; – natürlich gut gelaunt und traditionsbewusst. Das Wetter und die Stimmung hätten nicht besser sein können. Nach drei Jahren gibt es auch wieder einen neuen Schützenkönig. Heiner Rath ist seit einigen Tagen der neue Gilde-Regent. Ex-Majestät Björn Demmin wurde in den Königsruhestand verabschiedet. Die Proklamation des neuen Majestätenpaares am Samstagabend war natürlich der feierliche Höhepunkt eines insgesamt fröhlichen und harmonischen Festtages. Bereits am frühen Samstagmorgen versammelten sich die festlich gekleideten Schützen zu ihrem langen Marsch durch die Schusterstadt: wie immer in schwarzem Anzug, mit hohem Hut und roter Rose am Revers. Musikalisch begleitet wurden sie dabei vom PTSV-Blasorchester. Zuerst wurde Björn Demmin – hier in seiner Funktion als Bürgermeister – von der Marschordnung im Rathaus abgeholt, anschließend Klosterprobst Detlev von Bülow und zu guter Letzt reihte sich Björn Demmin – nun als scheidende Majestät – wieder in den Festzug ein und es ging dann vom Wohnhaus Demmin zurück in Richtung Zentrum. Auf dem Preetzer Marktplatz angekommen und umringt von vielen dutzenden Schaulustigen, entrichteten die Gildebrüder ihren traditionellen „Gruß an die Stadt“. Anschließend ging der Marsch weiter zum Schützenplatz. Hier ging es dann seit dem frühen Nachmittag dem Gildevogel Schuss für Schuss an seinen hölzernen Kragen. Um 18.50 Uhr erlegte Lars Petersen mit dem 1.275 Schuss den letzten Rest des hölzernen Federviehs hoch oben im Baum. Er war nur wenige Stunden vorher feierlich vereidigt worden. Lars Petersen trägt nun ein Jahr den Titel des Königsschützen und die von der Ex-Majestät Demmin neu gestiftete Königsschützenkette. Eine ruhige Hand und ein zielsicheres Auge bewiesen ebenfalls die Gildeschwestern. Beim traditionellen Schießen der Damen mit dem Luftgewehr belegte am frühen Abend Heidi Knott den ersten Platz, vor Nele Jappe und Martina Seidler. Doch bis zur Verkündung der neuen Majestät durch den 1. Ältermann Wolfgang Schneider sollte an diesem Abend aber noch ein wenig Zeit vergehen. Währenddessen wurde im Festzelt ausgiebig getanzt und zünftig gefeiert, u. a. zusammen mit den Gästen der Schützengesellschaft aus der Preetzer Partnerstadt Stavenhagen und der Plöner Schützengilde. Nach der feierlichen Proklamation des neuen Königs zogen alle Schützen anschließend in das Wohnhaus (die Königsburg) des frisch gekürten Majestätenpaars, Vera und Heiner Rath, zum traditionellen Spiegeleieressen. Hier wurde noch kräftig auf das neue Regentenpaar angestoßen und bis nach Mittag weitergefeiert. Drei Jahre Pause waren schließlich auch eine lange Zeit. In der nächsten Ausgabe lesen Sie mehr über das neue Königspaar.


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