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Neue Formate zum Start ins Kirchenjahr

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Plön (los). „XXL“ zum Start ins neue Kirchenjahr: Die Plöner Kirchengemeinde hat die Zeichen der Zeit gedeutet und beweist Mut zu Veränderungen. Erstmals erscheint der Gemeindebrief in lesekomfortabler Din A 4 Größe. Noch sichtbarer wird der eingeschlagene Weg zu größerem Umfang beim anstehenden Fest der Feste. So liegt für Weihnachten bereits ein überbordendes Gottesdienst-Konzept bereit, um trotz Corona alle mit ins Boot zu holen. Die Plöner Pastoren Janina Lubeck, Lutz Thiele und Roland Scheel sowie Kirchenmusiker KMD Henrich Schwerk stellten die neuen Formate vor.
Aufgabe der Kirchengemeinde sei es, sich gerade in Zeiten des „Lockdowns“ bemerkbar zu machen und für alle da zu sein, machte Janina Lubeck mit Blick auf die veränderten Anforderungen deutlich. Der Gemeindebrief wurde entsprechend plakativer und farbiger gestaltet. Textteile in deutlich kontrastierender schwarzer Schrift haben die bislang gebräuchlichen grauen Lettern abgelöst. Und zum ersten Mal ist das auch inhaltlich neu aufgestellte Heft nun online verfügbar und kann auf der Homepage der Kirchengemeinde angeklickt werden.
Corona hat sich als treibende Kraft für den kreativen Prozess erwiesen. Das gilt auch für die Weihnachtsgottesdienste, die das Gewohnte hinter sich lassen. Der Grund: die geltenden Verfügungen begrenzen die Möglichkeiten, insbesondere in der Landgemeinde. Denn „es begab sich zu der Zeit“ als nur acht beziehungsweise 13 Kirchenbesucher in den kleinen Gotteshäusern dem Evangelium nach Lukas lauschen dürfen. Und Singen in Räumen ist derzeit ohnehin untersagt. Roland Scheel setzt deshalb auf „Open Air“ und kurze Andachten. Dafür gibt es dann auch eine ganze Menge. Für die nötige Mobilität ist gesorgt: „Wir machen mit dem Trecker einen Zug durch die Gemeinde“, kündigt Scheel an, der Heiligabend auf diese Weise sechs kleine Gottesdienste im Freien feiern will. Die Abstandsregeln lassen auf der grünen Wiese mehr Teilnehmer zu.
Auch für Plön ist aus diesen Erwägungen angesagt, sich warm anzuziehen. Lutz Thiele hat sich als schnell und bequem erreichbare „Open Air“- Orte die Fläche in der Ulmenstraße 42 in Plön-Ost sowie die Bushaltestelle an der Schule am Schiffsthal ausgesucht. Und in der Nikolaikirche am Markt wären zwar 97 Personen erlaubt, singen dürfte die Gemeinde jedoch nicht. „Deshalb wollen wir draußen ein weihnachtliches Singen mit anschließender Andacht drinnen anbieten“, informiert Henrich Schwerk. Seine ausgeklügelte Taktik besteht darin, das Anstimmen der beliebtesten Weihnachtslieder auf den Marktplatz zu verlegen, wo ein Abstand halten möglich ist. Um dies jedem visuell deutlich zu machen, soll die Fläche gekennzeichnet werden. Auch ein Stab an Helfern werde benötigt. Diese übernehmen als ordnende „Abstandshalter“ eine wichtige Funktion und müssen ein wachsames Auge auf alle sangesfreudigen Mitbürger haben, die hier im 20 Minuten Takt einen Chor bilden. Zudem müsse die Kirchengemeinde alle Teilnehmer registrieren, so Schwerk. Hierfür seien bereits weihnachtlich gestaltete Kugelschreiber bestellt worden, die jeder als kleinen Gruß auch mitnehmen dürfe.
Um 18 Uhr ist für Heiligabend ein ökumenischer Open Air Gottesdienst auf dem Marktplatz geplant – auch das ist eine Premiere -, während die Mitternachtsmesse sang- aber nicht klanglos in der Kirche stattfindet. Musikalische Leckerbissen verspricht Schwerk noch für die nachfolgenden Weihnachtsgottesdienste: Zu hören ist das Weihnachtsoratorium von Bach, das durch die Darbietungen solistischer Ensembles Corona-konform aufgeführt wird. Ein bisschen von „Last Christmas“ bleibt also.


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