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Ruta-Stiftung fördert kulturelles Engagement

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Preetz (tg). Gleich drei Preisträger durften sich in diesem Jahr über die Verleihung des Ruta-Gedächtnispreises für ihr künstlerisches bzw. kulturelles Engagement freuen. In einer kleinen und pandemiegerechten Feierstunde im Haus der Diakonie wurden Wübke Rohlfs-Grigull, Lorenz Hamann und die Niederdeutsche Bühne Preetz ausgezeichnet. Die Ruta-Stiftung ist eine Bürgerstiftung. Sie wurde im Oktober 1999 von Hans Jürgen Ruta aus Preetz gegründet, zum Gedenken an seine Mutter und Großmutter. Die Stiftung vergibt einmal jährlich den mit 7.000 Euro dotierten „Margarete-Luise-Christina-Ruta- und Marie-Helena-Ruta-Gedächtnispreis“ an Preetzer Bürger, die sich in sozialen oder kulturellen/künstlerischen Belangen in der Schusterstadt vorbildlich und nachhaltig verdient gemacht haben. Der Stiftungsvorstand hat auch in diesem Jahr entschieden, den Ruta-Preis 2021 zu teilen und drei Preisträger für ihr künstlerisches bzw. kulturelles Engagement zu ehren. Die erste Auszeichnung erhielt die Niederdeutsche Bühne. Stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfer und Mitwirkenden nahmen Bühnenleiter Manfred Peters und Geschäftsführerin Katharina Glau die Urkunde und das Preisgeld über 3.000 Euro entgegen. „Die Niederdeutsche Bühne hat mit ihren vielen Aufführungen das kulturelle Leben in unserer Stadt über viele Jahrzehnte geprägt“, betonte Björn Demmin.
 
Der Stiftungsvorsitzende hob in seiner Laudatio zudem die zentrale Bedeutung des niederdeutschen Amateurtheaters für die Pflege des Plattdeutschen hervor. „Wir drücken die Daumen, dass es bald wieder losgehen kann, denn in keiner anderen Sprache kann man Stimmungen, Gefühle und auch Flüche so herrlich ausdrücken, ohne dass es verletzend wirkt.“ Das Preisgeld soll noch in diesem Jahr in ein plattdeutsches Hörspiel fließen, für das noch Technik beschafft werden muss. Reguläre Aufführungen sind wieder ab 2022 geplant. Der zweite Ruta-Preis in diesem Jahr, verbunden mit 2.000 Euro Preisgeld, ging an Wübke Rohlfs-Grigull. „Mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement haben sie in Preetz und überregional ein einzigartiges und differenziertes kulturelles Werk geschaffen“, lobte Propst Erich Faehling in seiner Laudatio die künstlerische Leiterin des Kunstkreises Preetz. Seit mehr als 20 Jahren wirkt und lebt Wübke Rohlfs-Grigull im und für den Kunstkreis Preetz. „78 Ausstellungen sprechen hier für sich“, so Faehling. Aus ihren früheren Erfahrungen her weiß Rohlfs-Grigull, dass es Künstler vor Ort oft nicht einfach haben, weil der Blick hier oft auf überregional und international bekannte Kulturschaffende gerichtet ist. „Ich danke deshalb dafür, dass ich den Preis dort bekomme, wo ich auch wirken kann“, freute sich die künstlerische Leiterin.
 
Als dritter Preisträger wurde Lorenz Hamann, der letzte Preetzer Holzschuhmachermeister, für sein Bemühen ausgezeichnet, einen prägenden Teil der Preetzer Kultur als Schusterstadt zu Bewahren und weiterleben zu lassen. Initiator des beliebten Schusterfestes 1976/77, ab 2005 „Vater“ der Schusterkinder, 2008 Eröffnung des Holzschuhmuseums mit 2000 Besuchern jährlich, Teilnahme an der Kulturnacht und das Aufstellen des größten Holzpantoffels der Welt, ebenfalls 2008 – die Liste von Lorenz Hamanns Wirken in der Schusterstadt ist umfangreich. „Sie sind ein Gewinn für das Gemeinwesen in Preetz und dem Erlebbarmachen eines wichtigen Teils unserer Handwerkskultur“, unterstrich Demmin in seiner Laudatio. Lorenz Haman möchte das Preisgeld, insgesamt 2.000 Euro, für die Jugendarbeit in seinem Holzschuhmuseum einsetzen. Jedes Jahr kommen viele Schulklassen in sein Museum. „Es ist jedes Mal schön, zu sehen, mit welcher Begeisterung und unvergesslichen Eindrücken die Kinder und Jugendlichen wieder rausgehen, wenn man ihnen das Handwerk nähergebracht hat“, so Lorenz Hamann, der, passend zum Anlass, unmittelbar vor der Preisvergabe
seine Arbeitskleidung – eine über 100 Jahre alte Arbeitsschürze und Holzpantoffel – angelegt hatte.


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