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Schulterschluss bei den Kirchengemeinden

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Die Pastoren Volker Harms, Kathrin Schleupner, Günther Suckow, Katharina Lohse und Pastorin Anja Haustein arbeiten künftig enger zusammen.

Die Pastoren Volker Harms, Kathrin Schleupner, Günther Suckow, Katharina Lohse und Pastorin Anja Haustein arbeiten künftig enger zusammen.

Foto: L. Schneider

Kirchnüchel (los). Die mit 110 Metern höchstgelegene Kirche Schleswig-Holsteins befindet sich in einer extremen Randlage: Am äußersten Ostzipfel des Kreises Plön gelegen, der an dieser Stelle mit dem Finger auf den Bungsberg zu zeigen scheint, ist sie zum Ort der Ankündigung eines strukturell veränderten Gottesdienstangebotes ausgewählt worden. Grund ist ein zukunftsweisender Schulterschluss der Kirchengemeinden Giekau mit Hohenfelde, Kirchnüchel, Blekendorf sowie Lütjenburg mit Hohwacht und Panker, der den sinkenden Pfarrstellen Rechnung trägt. Die Zusammenhänge erläuterte das Pastorenteam mit Volker Harms, Kathrin Schleupner, Günther Suckow, Katharina Lohse und Pastorin Anja Haustein, das die Gotteshäuser im östlichen Plöner Landkreis bespielt.
In der Nordkirche machen sich die Pastoren bald rar. Aktuell sind 1700 im Dienst. 2030 werden jedoch etwa 900 von ihnen in den Ruhestand gehen. Es werden nur 300 Neue erwartet.
Nach landeskirchlichen Vorgaben werde die Zahl der Pfarrstellen im Kirchenkreis Plön-Segeberg bis 2030 um rund 34 Prozent sinken, erklärte die Pastorin Anja Haustein.
Die Synode beschloss daher, die 35 Kirchengemeinden in zwölf Verbänden zusammenzufassen. Die damit einhergehende engere Kooperation ermöglicht, die Bereiche ausgewogen zu bedienen und die Kirchen zu bespielen, so der Plan. In der gesamten Nordkirche ist dieser Prozess derzeit in Bewegung.
„Unser Verbund umfasst die Kirchengemeinden Lütjenburg, Giekau, Blekendorf und Kirchnüchel“, erläuterte Volker Harms, Pastor in Lütjenburg. Denn in dieser Region wird die Anzahl der Pfarrstellen bis 2030 von 4,5 auf 3 sinken. Die Kirchengemeinden bleiben dennoch eigenständig und als solche erhalten. Die engere Zusammenarbeit solle den Wegfall pastoraler Arbeit kompensieren, so die Idee. Pastoren wechseln sich künftig ab und predigen nicht mehr nur in ihrer Gemeinde.
Seit 2019 wurde im Austausch mit den Kirchengemeinderäten und nach Gründung einer Steuerungsgruppe übergreifend an der Aufgabe gearbeitet. „Kirche Howachter Bucht“ ist dabei als Name für das Projekt herausgekommen. Das soll einerseits die Vorgabe des Einsparens erfüllen, andererseits die Chance neuer Möglichkeiten wahrnehmen. Verbunden mit dem Kirchenkreis Plön-Segeberg und Pastor Andreas Lüdtke als Koordinator sei als Lösung ein Programm „getakteter Gottesdienste“ entwickelt worden.
Dieses ermögliche, mit je zwei Pastoren pro Sonntag die Gottesdienste in dem Gebiet zu versorgen. Der Probelauf mit den fünf Pastoren, deren Kapazitäten sich auf viereinhalb Stellen verteilen, ist am 13. Juni gestartet und wird bis November 2021 fortgesetzt. Anschließend erfolge die Auswertung seitens der Steuerungsgruppe und der Kirchengemeinden, so Volker Harms.
Die Pastoren blicken zuversichtlich nach vorn: „Wir freuen uns auf das damit verbundene weitere Kennenlernen untereinander.“ Neben Gottesdiensten und Amtshandlungen in der St. Michaeliskirche Lütjenburg, der St. Johanneskirche Giekau, der St. Clarenkirche Blekendorf und der St. Marienkirche Kirchnüchel werden weiterhin auch Gottesdienste in Kapellen und Gärten, auf Bauernhöfen sowie am Strand der Ostsee angeboten.
Ein erster Schritt erfolgt durch einheitliche Gottesdienstzeiten. So beginnen um 9.30 Uhr die Gottesdienste in Giekau (an drei von vier Sonntagen im Monat), in Hohenfelde (an einem Sonntag im Monat) und in Lütjenburg (wöchentlich).
Um 11.00 Uhr starten die später angesetzten Gottesdienste in Blekendorf (14-tägig), Hohwacht (wöchentlich) und in Kirchnüchel (14-tägig).


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