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Ukraine-Spendenaktion im Berufsbildungszentrum Plön

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Kreis Plön (t). Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens. Sie ist vielmehr auch ein Ort der Gemeinschaft, der sozialen Begegnung und in Tagen des Krieges in Europa ein Ort der unterrichtlichen Auseinandersetzung mit den Geschehnissen.
In den vergangenen Tagen waren viele Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des Berufsbildungszentrums Plön von der Lage in der Ukraine sehr erschüttert. Aus der Schulgemeinschaft wuchs zunehmend der Wunsch „Solidarität“ zu zeigen und zu helfen.
In Abstimmung mit der deutsch-ukrainischen Gesellschaft, Niederlassung Plön und der Schulleitung, vertreten durch den stellvertretenden Schullleiter Jörn Wiezorek, wurde eine Sammelaktion an allen vier Standorten des Berufsbildungszentrums Plön ins Leben gerufen.
Innerhalb einer Woche stemmten die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Schulleitung in Abstimmung mit allen notwendigen Gremien der Schule, der deutsch-ukrainischen Gesellschaft und dem Umzugsunternehmen Preuß eine Sammelaktion.
 

Svenja S. ist am Berufsbildungszentrum Plön in der Berufsfachschule 3 Sozialwesen (SW). Ihre Klasse war gleich am Freitagmorgen am Standort Plön dabei, die vielen Spenden zu sortieren und in Umzugskartons zu verpacken. Auf die Frage, warum es ihr wichtig ist, hier ein Zeichen zu setzen, sagte Svenja: “Weil man das Gefühl hat mitzuwirken. Man kann zwar vor Ort nicht helfen,aber man hat das Gefühl ein Teil davon zu sein!“
Als Axel Böhm, Schulleiter des Berufsbildungszentrum Plön seine Spende brachte und
den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement dankte, waren alle sichtlich stolz.
 

„Am häufigsten werden Hygiene- Artikel gebracht“, berichtete Lea. Silia, ebenfalls Schülerin meinte: „Es ist erschreckend und traurig zugleich, was dort passiert. Für die Menschen dort, geht gerade eine Welt unter. Wir müssen zusammenhalten und gemeinsam stark bleiben!“
Das Umzugsunternehmen Preuß aus Preetz hatte sich sofort bereit erklärt, als seinen Beitrag zu dieser tollen Aktion kostenlos die Kartons zu stellen und alle Kartons von den vier Standorten des Berufsbildungszentrum Plön abzuholen und zur deutsch-ukrainischen Organisation in Plön zu transportieren. Dort konnten Marie und Hannes Bohnhoff neunzig Kartons überreichen.
 

Die Frage, was nun mit den vielen Kartons passiert, beantwortete Liudmyla Gehrts von der deutsch-ukrainische Gesellschaft sichtlich berührt: „Die Kartons werden von freiwilligen Helfern mit kleinen Transportern kurz hinter die Grenze gebracht. Dort befindet sich ein zentrales Lager, welches die Hilfslieferungen in die jeweiligen umkämpften Regionen bringen.


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