Reporter Eutin

Rathausgasse wird barrierefrei!

Bilder

Heikendorf (ed). Wer uneingeschränkt mobil unterwegs ist, wird es nicht gemerkt haben, wer aber auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen oder mit dem Kinderwagen die Abkürzung zwischen Dorfstraße und Blumenstraße oder auch hier nur eines der Geschäfte oder eine der Praxen erreichen wollte, dem war schnell klar: Die Heikendorfer Rathausgasse ist alles andere als barrierefrei. Bis Mitte Juli wird sich das geändert haben – wo bisher noch Mini-Rampen neben den Treppen den zu steilen Aufstieg erschweren, wird es demnächst eine Treppe und eine Rampe mit maximaler Steigung von 6 Prozent, beides gleich breit.

„Wir wollen die Fördermittel auf dem Landesfonds für Barrierefreiheit nutzen“, so der Heikedorfer Bürgermeister Tade Peetz zu Beginn der Baumaßnahmen, „um diese nicht behindertengerechte Rampensituation zu beseitigen und den Gehweg am Heikendorfer Rathaus fußgängerfreundlich zu gestalten.“ So werden Menschen mit Rollator oder Rollstuhl oder einen Kinderwagen schiebend die Rathausgasse demnächst ohne Treppe oder zu steile Rampen nutzen können. Finanziert wird die Baumaßnahme zu 70 Prozent aus dem Fonds für Barrierefreiheit des Landes, zudem hofft die Gemeinde auf 150.000 Euro aus Städtebaufördermitteln.

Die Bauarbeiten hat die Schwentinentaler Baufirma Oskar Petersen in der vergangenen Woche bereits im oberen Teil der Rathausgasse vor der Rathausapotheke aufgenommen. Sie werden nun in drei Abschnitten – weiter zunächst im Bereich Reinigung/Fotostudio und dann übergehend zum unteren Teil an der Dorfstraße – ausgeführt. Geplant vom Heikendorfer Ingenieurbüro Levsen nach den Vorgaben des Inklusionsgesetzes ist dann auf der Rampe ausreichend Platz, damit sich zwei Rollstühle oder Rollatoren begegnen. Zudem wird es zwischen den Rampenabschnitten Ruhepodeste geben, um eine Pause zwischen den Aufstiegen einlegen zu können. Die aufsteigenden Teile der Gasse werden mit einem mittig angeordneten Geländer ausgestattet. Dieses Geländer wird drei Handläufe haben, von denen zwei zur Rampe hin angebracht sind: Einer etwas niedriger für die RollstuhlfahrerInnen und einer etwas höher für die Rollator-NutzerInnen. Die Rampen, erklärt Ingenieur Arne Levsen, werden etwas länger, dafür aber deutlich angenehmer zu nutzen sein, weil viel weniger steil gebaut.

Im gleichen Zuge wird die Oberfläche der Rathausgasse so gestaltet, dass stolperfallenfrei genutzt werden kann – zudem bekommt der Privatweg mit öffentlicher Widmung eine neue Beleuchtung, neue Bänke und Mülleimer. „Hier orientieren wir uns am Mobiliar der sanierten Promenadenabschnitte am Heikendorfer Strand“, so Tade Peetz. „Und natürlich wird es durch die Bauarbeiten Einschränkungen geben, dafür bitten wir herzlich um Verständnis.“ Es ist aber jedes Geschäft, jedes Haus zu jeder Zeit der Bauarbeiten erreichbar. Lediglich während des letzten Abschnittes der Baumanahmen im unteren Bereich bis an die Dorfstraße bedarf es einer Vollsperrung – dann führt die Umleitung über den Rathausvorplatz nach hinten auf den Parkplatz, aber auch hier können die Geschäfte von beiden Seiten erreicht werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich spätestens Mitte Juli abgeschlossen sein.


Weitere Nachrichten Probsteer

UNTERNEHMEN DER REGION