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Sonderausstellung „Monika-Maria Dotzer. Aus dem Rahmen“ bis 30. Mai verlängert

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Heikendorf (kas). Noch müssen die Besucher sich gedulden, denn in dieser Zeit der Pandemie sind alle Museen geschlossen. Bereits seit dem 19. Dezember 2020 ist die Sonderausstellung „Monika-Maria Dotzer. Aus dem Rahmen“ eröffnet und sollte bis zum 28. Februar 2021 präsentiert werden. Eine Verlängerung konnte nun in Absprache mit der Künstlerin bis zum 30. Mai 2021 erzielt werden.
Mit der Präsentation würdigt das Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde das Schaffen der in Kronshagen lebenden Künstlerin Monika-Maria Dotzer. Sie wurde 1940 in Stolp/Pommern geboren. Monika-Maria Dotzer begann ab 1973 mit ihrer künstlerischen Ausbildung auf breiter Basis: Sie wurde Gasthörerin an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule (Prof. Skodlerrak), nahm Privatunterricht (unter anderem bei dem Kieler Maler Werner Rieger), beteiligte sich fünfmal an der Sommerakademie in Salzburg, besuchte die Bundesakademie in Wolfenbüttel und Kurse bei Pentiment (FHS) in Hamburg. 1989 fühlte sie sich gefestigt genug, um freischaffend tätig zu sein. Entstanden ist ein bemerkenswert abwechslungsreiches und qualitätsvolles Werk. Neben großformatigen Landschafts-, Blumen- und Figurenbildern, gern auch Selbstbildnissen, malt die Künstlerin dynamisch mit Ölfarben abstrahierte Bewegungsmuster. Einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer künstlerischen Tätigkeit widmete sie dem Thema „Apfel”, das nicht nur in der Malerei, sondern auch in der Druckgrafik seinen Niederschlag fand. Farblich fein abgestufte Aquarelle zeigen Blumen- und Küchenstillleben, aber auch schnell hingesetzte Landschaftsstudien und Reiseskizzen. Weitere Studien in Tusche und Bleistift machen die Aneignung der Welt durch die Künstlerin deutlich.
Gerne arbeitet Monika-Maria Dotzer experimentell. So entstehen aus gebogenem Draht große und kleine, tanzende Figuren und dreidimensionale Köpfe. Das Biegen von Draht in unterschiedlichen Stärken ist für sie wie „Zeichnen mit Draht“. Aus Farbhautfragmenten, die die Künstlerin auch als „Palettendreck“ bezeichnet, entstehen kleine Geschichten wie beispielsweise „das Wunder“, “der Angler”, „der kleine grüne Steinbeißer“ oder „Zwei Damen“ auf kleineren Formaten und auf großem Grund. „Ich bin glücklich, wenn diese Gestaltungen humoristische Anklänge haben“, freut sie sich. In der Ausstellung finden die Besucher Mäuse und Köpfe aus Filz. Das Formen von Wolle zu Figuren hat für Monika-Maria Dotzer fast meditativen Charakter im Gegensatz zum Umgang mit Granit, Marmor oder Holz, was für sie richtig körperliche Anstrengung bedeutet. Auch Kunstbücher wie „Noli me tangere“, „Seh-Reise“ und „Drahtig“ sind in der Ausstellung zu sehen. „Meinen Arbeiten möchte ich mit Fantasie, Spontaneität und Eigensinn zeitgemäßen Ausdruck geben. Dabei ist für mich das Intuitive wichtiger als Wirklich- oder Unwirklichkeit”, so die Künstlerin.
Monika-Maria Dotzer ist Mitglied in der GEDOK Schleswig-Holstein, dem Verein Multiple-Art, im Kunstraum B und dem Pommerischen Künstlerbund (PKB). Seit 1992 sind ihre Kunstwerke in vielen Gruppen- (Salzburg, Norddeutschland, Polen) und Einzelausstellungen (Norddeutschland, Stolp/Pommern) präsentiert worden. Das Künstlermuseum freut sich mit dieser Präsentation, die auch die jüngste Malerei einschließt, einen umfangreichen Einblick in ihr Schaffen geben zu können. Museumsleiterin Dr. Sabine Behrens weist darauf hin, dass zur Eindämmung der Corona-Pandemie das Museum weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen bleibt. Virtuell ist es aber möglich, von zu Hause aus einen kleinen Spaziergang durch das Museum zu machen. Die Agentur Bildwerk.art aus Bamberg hat einen Panoramarundgang erstellt. Das Passwort zum Eintreten lautet: Kiel19. Das gesamte Team des Künstlermuseums freut sich, Sie bald als Gäste im Teichtor 9 begrüßen zu dürfen.


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