Reporter Timmendorf

Feuerwehr rettet Schwan – Mann und Hund im Eis eingebrochen

Scharbeutz. Am Freitagabend, dem 6. Februar wird dem Bauhof Scharbeutz ein völlig geschwächter Schwan zirka 50 Meter vom Strandufer auf der Ostsee im Eis vor Scharbeutz gemeldet. Nach kurzer Erkundung wird daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Scharbeutz zum Einsatzort alarmiert, um den Schwan aus seiner misslichen Lage zu befreien.

„Wir sind mit drei Einsatzkräften, unserem Rüstwagen und einem Eisrettungsanzug zum Einsatzort ausgerückt. Ein Feuerwehrmann ist gesichert über das sehr dünne Eis der Ostsee zu dem Schwan vorgerückt und hat den völlig entkräfteten Schwan aus dem Eis gerettet“, berichtet Einsatzleiter René Konietzny der Feuerwehr Scharbeutz.
Anschließend wurde der Schwan von der Feuerwehr Scharbeutz nach Rücksprache mit dem Tierschutzbund nach Lübeck gebracht, wo das Tier erstmal aufgepäppelt wird.

„Beim Betreten von dem Eis auf der Ostsee besteht Lebensgefahr. Das Eis ist sehr dünn und brüchig. Ohne unseren Eisrettungsanzug und der Absicherung hätten wir das Tier nicht aus der misslichen Lage befreien können. Im Notfall immer den Notruf 112 wählen und eigene Rettungsversuche ohne Sicherung unterlassen, weil sich sonst helfende Personen selbst in Lebensgefahr bringen“, sagt René Konietzny weiter. Der Einsatz der Feuerwehr war nach zwei Stunden beendet.

Am Samstagvormittag, dem 7. Februar ist es erneut zu einem Rettungseinsatz auf dem Eis der Ostsee vor Scharbeutz gekommen. Um 9.41 Uhr werden neben der Freiwilligen Feuerwehr Scharbeutz ein Rettungswagen und die Polizei zu einem in Not geratenen Hund im Eis auf der Ostsee alarmiert. Laut Anrufer sollte der Hund noch im Eis sein und der Hundebesitzer bereits draußen.
„Als wir vor Ort eingetroffen sind, befand sich der Hundebesitzer wieder auf dem Eis und hat seinen Hund aus dem Eis geholt. Ein Feuerwehrmann mit Eisrettungsanzug und Sicherung hat die Person und den Hund noch vom Eis begleitet“, berichtet Gruppenführer Sebastian Warnke von der Feuerwehr Scharbeutz.
Die Person wurde vom Rettungsdienst noch gesichtet und anschließend entlassen. Der Einsatz war nach einer halben Stunde beendet. Auch am Sonntagvormittag ist ein Hund im Eis eingebrochen, konnte von den Besitzern aber gerettet werden.

Immer wieder haben Polizei, Feuerwehr, DLRG, Rettungsdienste und die Gemeinde Scharbeutz vor dem Betreten des Eises gewarnt. Dennoch wurden Hunderte von Menschen auf dem brüchigen Ostsee-Eis in der Lübecker Bucht zwischen Niendorf/Ostsee und Sierksdorf/Ostsee gesichtet. Viele Eis-Touristen sind dann auch im Eis eingebrochen, konnten sich aber meistens selbstständig wieder befreien. (rk)

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