„Drei-Dörfer-Feuerwehr“ bleibt in der Spur
Wöbs (t). Der Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Bichel-Wöbs-Löja reichte am Sonnabend, 23. Januar, gerade, um die 43 Gäste, Förderer, Aktiven und Ehrenmitglieder zu fassen. Nach der Begrüßung durch den Ortswehrführer Hendrik Jähn und die Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Löschmeister Hans-Jürgen „Acki“ Westphal hatten zunächst die Gäste das Wort.
Bürgermeister Jens Arendt würdigte das Engagement der Kameradinnen und Kameraden und kündigte ein Jahr an, in dem der Haushalt der Gemeinde Bosau wohl erst zum Ende des vierten Quartals vorliegen werde. Positiv: Ein Anhänger, mit dem die Einsatzhygiene sichergestellt werden soll, ist inzwischen einsatzbereit. Die Grüße der CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung überbrachte Jan Rohe. Ein gemeinsames Grußwort der hochrangig vertretenen Feuerwehren Bosau-Kleinneudorf, Hornsdorf-Hornsmühlen, Nehmten und Stocksee trug der Gemeindewehrführer der Feuerwehr Nehmten Torsten Waschow vor. Diese Feuerwehren pflegen bei regelmäßigen „Stammtischen“ einen Kreise-übergreifenden fachlichen Austausch und üben mehrmals im Jahr gemeinsam mit der Wehr Bichel-Wöbs-Löja. Angesichts des Ausrückbereichs, der an die Kreise Bad Segeberg und Plön angrenzt, ist dies sinnvoll. Abschließend überbrachte der Gemeindewehrführer Andreas Riemke die Grüße der übrigen Ortswehren der Gemeinde Bosau sowie die des Kreisfeuerwehrverbands Ostholstein.
In einem kurzen Tätigkeitsbericht der Wehr listete der stellvertretenden Ortswehrführers Timo Weiland fünf Einsätze, 20 Dienstabende und 39 Sonderaktionen auf. Eine Bilderserie aus dem Leben der Wehr, die die Sicherheitsbeauftragte Anna Bahlke aufgenommen, mit schwungvoller Musik kombiniert und zu einem kurzweiligen Potpourri zusammengestellt hatte, begeisterte die Gäste.
Als Ziele für 2026 bat Hendrik Jähn alle Aktiven, die Werbung neuer Mitglieder zu intensivieren und im Rahmen von Lehrgängen und Dienstabenden den eigenen Ausbildungsstand zu verbessern. Aktuell hat die Ortswehr 23 Aktive sowie vier Jugendfeuerwehr-Mitglieder, ist also im Jugendbereich gewachsen. Zwei Kameradinnen sind 2025 voll ausgebildete Atemschutzgeräteträgerinnen geworden, so dass die Wehr nun über drei dieser Fachkräfte verfügt.
Helge Weiland, gleichzeitig Gruppenführer und Kassenwart der Wehr, stellte den Kassenbericht 2025 und den Einnahmen-/ Ausgabenplan für 2027 vor. Beiden wurde von den Mitgliedern einstimmig zugestimmt. Kassenprüfer Hanno Nitschke berichtete von der einwandfrei geführten Kasse und beantragte die Entlastung des Vorstands.
Einziger Wermutstropfen der Jahreshauptversammlung: Der stellvertretende Gruppenführer Marcel Spatzier ist nach Neukirchen umgezogen und verstärkt dortige Wehr. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger hat sich bislang nicht gefunden, so dass die geplante Wahl aus der Tagesordnung gestrichen werden musste.
Anschließend nahmen die Aktiven nach ihrer bestandenen Trupp-1- und Trupp-2-Prüfung Janne Dircks als Feuerwehrfrau in die Ortswehr auf. Anna Bahlke und Celina Weiland wurden durch den Gemeindewehrführer Andreas Riemke zu Oberfeuerwehrfrauen, Tim Westphal zum Oberfeuerwehrmann befördert. Timo Weiland erhielt die Schulterstücke eines Hauptfeuerwehrmanns drei Sterne.
Es folgten zahlreiche Dienst-Jubiläen: Leif und Hanno Nitschke wurden für 10 Jahre Mitgliedschaft, Torben Dirks für 30 Jahre und Claus Fehling für 40 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr Bichel-Wöbs-Löja ausgezeichnet. Claus Fehling bekam zusätzlich das Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold angesteckt. Ehrenmitglied Klaus Schnackenberg ist inzwischen 50 Jahre dabei und war damit der Spitzenreiter des Abends.
Abschließend bedankte sich Hendrik Jähn bei den Aktiven, Ehren- und Fördermitgliedern der Wehr, die im letzten Jahr Besonderes geleistet haben. Er teilte mit, es werde 2026 wieder ein „Dörfer- und Kinderfest“ am Gerätehaus für die jungen und älteren Bewohner der drei Ortschaften und alle Mitglieder der Wehr geben.
Die Feuerwehr Bichel-Wöbs-Löja bleibt also in der Spur und zeigt, dass sie nicht nur für den Brandschutz und die Technische Hilfe in „ihren“ drei Dörfern sowie dem Ortsteil Stadtbek Verantwortung übernimmt, sondern auch aktiver Teil eines funktionierenden Dorflebens ist.

„Gut, dass es solche Turniere gibt!“




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