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Opern-Ensemble erobert die Bühne

Es kann losgehen: Team „Freischütz“ ist bereit für die intensive Probenarbeit.

Es kann losgehen: Team „Freischütz“ ist bereit für die intensive Probenarbeit.

Bild: Krauskopf Festspiele/hfr

Eutin (t). Knapp drei Wochen nach dem Probenstart für das Musical „Jesus Christ Superstar“ ist Montag, 10. Juni, bei den Eutiner Festspielen das Ensemble der Freischütz-Inszenierung begrüßt worden. Zwei Sängerinnen und vier Sänger sowie der Stab im Hintergrund mit Regisseur Anthony Pilavachi und Dirigent Leslie Suganandarajah an der Spitze wurden in der Eutiner Opernscheune von den beiden Geschäftsführern Anna-Luise Hoffmann und Falk Herzog willkommen geheißen. Nach Begrüßung und Vorstellung des Teams der Opernscheune gab es für die Opern-Künstler einen ersten gemeinsamen „Auftritt“ auf der neuen Bühne im Schlossgarten.
Die Oper „Der Freischütz“ ist das bekannteste Werk des in Eutin geborenen Komponisten Carl Maria von Weber und gilt in der Musikgeschichte als die Begründung des Begriffs „Deutsche Oper“. Mit der ersten Freischütz-Aufführung im Jahr 1951 im Eutiner Schlossgarten seien die Eutiner Festspiele geboren worden, sagte Falk Herzog zur Begrüßung des Ensembles. Der Freischütz sei auch sein persönlicher Favorit, verriet er. Nach dem Stand des Kartenvorverkaufs stehe er damit nicht allein da, die Opern-Aufführungen hätten eine höhere Quote als das Musical.

Aber insgesamt sei der Vorverkauf der Karten so gut wie noch nie in der 73-jährigen Geschichte der Festspiele. Fast 50 Prozent aller Karten seien weg. In den vergangenen Jahren seien immer zwei Drittel der Karten nach den Premieren und damit erst während der laufenden Saison verkauft worden.
Das große Interesse werde sicher auch durch die neue Tribüne befördert. Falk Herzog betonte, dass eine Investition von mehr als 16 Millionen Euro, die sich Eutin mit seinen knapp 18.000 Einwohnern für eine Kulturstätte leiste, alles andere als selbstverständlich sei. Die Festspiele verstünden das aber auch als eine Verpflichtung, ein hochwertiges Programm zu liefern. „Wir hoffen, dass wir Besucher, die vor allem wegen der neuen Tribüne kommen, durch die Qualität der Aufführungen auch Lust haben, wieder zu kommen.“

Das erste Gespräch mit dem international renommierten Regisseur Anthony Pilavachi über eine Inszenierung in Eutin sei schon vor mehr als sechs Jahren geführt worden und nicht zuletzt wegen Corona noch nicht umgesetzt worden. Nun klappe es mit dem „Freischütz“, zu dem es bei der Eröffnung einer neuen Tribüne keine Alternative gegeben habe, zumal die letzte Aufführung acht Jahre zurück liege.
Das Ensemble der Freischütz-Inszenierung hat nach dem Probenstart etwa fünf Wochen Zeit bis zur Premiere am 19. Juli 2024. Keiner der Sängerinnen und Sänger hat schon einmal bei einer Aufführung in Eutin gesungen. Die Auswahl der Solistinnen und Solisten erfolgte nach einem Vorsingen, das im November vergangenen Jahres in Hamburg stattgefunden hatte. Herz der Inszenierung sind zwei Sängerinnen und sechs Sänger sowie – ein Novum – eine Schauspielerin für die Rolle des Samiel. Außerdem wirkt der Chor der Eutiner Festspiele mit. Das von Leslie Suganandarajah dirigierte Orchester ist wie in den vergangenen Jahren die Kammerphilharmonie Lübeck.
Zwei Wochen vor der Premiere des Freischütz, von dem es neun Vorstellungen gibt, starten insgesamt 15 Aufführungen des Musicals „Jesus Christ Superstar“. Außerdem gibt es bis 8. September 2024 insgesamt zehn Konzerte auf der Freilichtbühne. Alle Informationen und Tickets www.eutiner-festspiele.de

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