Marco Gruemmer

Ortsentwicklungskonzept Dahme 2035

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Bürgermeister Dieter Knoll, Dr. Deike Timmermann und Michael Helten von B2k (v. lks.) neben der vollen Wünsche-Tafel der Dahmer Bürger*innen.

Bürgermeister Dieter Knoll, Dr. Deike Timmermann und Michael Helten von B2k (v. lks.) neben der vollen Wünsche-Tafel der Dahmer Bürger*innen.

Dahme. Zugegeben, es war ungemütlich kalt auf dem Vorplatz des Dahmer Kinderhafens. Dennoch ließen sich die Bürger*innen nicht entmutigen und verharrten bis zum Schluss. Kein Wunder, denn am Donnerstag letzter Woche hatten sie das Wort, ihre Stimme wurde gehört.
 
Das Ortsentwicklungskonzept der Gemeinde unter dem Titel „Dahme 2035 - Wie wollen wir zukünftig leben?“ (der reporter berichtete) nimmt mehr und mehr Fahrt auf. Nachdem zunächst eine sogenannte Lenkungsgruppe mit politischen, touristischen und weiteren Vertretern eine gemeinsame Ortsbegehung unternahm, wurden jetzt die Einwohner*innen mit ins Boot geholt.
 
Der erste von insgesamt vier Themenabenden behandelte das Motto „Natur und Kultur erleben und bewahren“ und stand ganz im Zeichen des Kurparks, von Natur- und Kulturerlebnismöglichkeiten sowie von Klimaschutz und Klimafolgen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Dieter Knoll übernahm Dr. Deike Timmermann vom Büro für Landschaftsentwicklung aus Kiel die Moderation des Abends.
 
Nach einer kurzen Einführung und den Hinweisen, dass ab sofort ein Handlungsleitfaden für die Gemeindevertretung entwickelt wird, der als Konzept Ende des Jahres festgezurrt sein soll, und dass eine ausreichende Bürgerbeteiligung auch vor dem Hintergrund möglicher Fördergelder von enormer Bedeutung ist, ging es in die Diskussion.
 
In Sachen Kurpark bestand Einigkeit darin, dass dieser bislang nicht optimal genutzt werde und es hinsichtlich der Attraktivität noch gehörigen Handlungsbedarf gebe. Die Ideen reichten von gebundenen Wasserflächen, Blühwiesen, Gemeinschafts-Sitzgelegenheiten bis hin zu kleinen Konzerten und Theateraufführungen. Ganz oben auf der Agenda stand ein gemeinsamer Lebensraum für Mensch und Natur.
 
Zudem stand der Wunsch im Raum, kulturelle Gebäude und Sehenswürdigkeiten des Ortes besser aufzuarbeiten. Dies könne zum Beispiel durch Führungen, ein Buch oder eine App geschehen. Außerdem wurde die Einrichtung eines Wochenmarktes sowie Attraktivierung des zentralen Dorfbereiches geäußert.
 
Da in den vergangenen Jahren auch viel Natur verloren gegangen sei, erhoffe man sich seitens der Bürger*innen die Schaffung von Erholungs- und Entspannungsgebieten und die Aktivierung von Mooren und Gewässern. Als weitere Möglichkeiten wurden die Zertifizierung als nachhaltige Gemeinde, die Nutzung alternativer Energieformen oder die Einrichtung einer E-Tankstelle genannt. Allgemeiner Tenor war, die Landschaft mit dem Klimaschutz zu verknüpfen.
 Der nächste Themenabend folgt wieder als Open-Air-Veranstaltung auf dem Platz vor dem Kinderhafen am Donnerstag, dem 17. Juni von 18 bis 20.30 Uhr. Dann geht es um das Themenfeld „Räumlichkeiten für die Dorfgemeinschaft und den Tourismus.“ (mg)


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