Marco Gruemmer

„Wir alle sind der TSV Neustadt“

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Neustadt in Holstein. Hinter dem TSV Neustadt liegen turbulente Zeiten. Durch das Bekanntwerden der finanziellen Sorgen (der reporter berichtete) gelangte der Verein medial in die Schlagzeilen. Jetzt stehen die Zeichen auf Neuanfang und Aufbruch. Der Vorstand mit Heidrun Seidel an der Spitze versprach auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag, mit Motivation und voller Kraft den größten Verein der Stadt wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Ein Maßnahmenkatalog soll dazu beitragen, dass beim TSV Neustadt das sportliche Geschehen wieder in den Vordergrund rückt. Die von den Mitgliedern beschlossene Beitragserhöhung, eine Soforthilfe der Stadt, verschiedene Sparmaßmaßnahmen sowie der Verzicht von Trainern und Übungsleitern auf Teile des Gehaltes und der Aufwandsentschädigung sind erste Schritte, dieses Vorhaben auf den Weg zu bringen.

 

Vor allem die kurzfristige und unkomplizierte Hilfe der Stadt hat es dem TSV Neustadt ermöglicht, weiter handlungsfähig zu sein. „Wir wollen gemeinsam zurück aus der Misere. Neben dem Sport hat der Verein eine hohe gesellschaftliche Bedeutung und steht für Gemeinschaft, Geselligkeit und Tradition. Ich selbst habe beim TSV eine schöne Zeit genossen, jetzt können Mitglieder und Vorstand auf mich zählen. Lassen Sie uns die Ärmel hochkrempeln, denn wir alle sind der TSV Neustadt“, sagte Bürgermeister Mirko Spieckermann.

 

„Vorhandene Übungsleiter, ein kompletter Vorstand und intakte Sportstätten sind die Basis-Ressourcen für erfolgreiche Vereinsarbeit. Die große Finanzhürde muss nun Stück für Stück abgearbeitet werden, um wieder einen Beitrag für kommunale Lebensqualität leisten zu können“, erklärte Birgit Kamrath-Beyer als 1. Vorsitzende des Kreissportverbandes Ostholstein.

 

„Wir durchleben aktuell eine außergewöhnliche Zeit mit vielen Ansprüchen, die an uns gestellt werden. Mit der Kostenreduzierung und den vorgenommenen Einsparungen haben wir Ansätze gefunden, die uns Licht am Ende des Tunnels sehen lassen“, blickte Heidrun Seidel optimistisch in die Zukunft. (mg)

 

Beitragserhöhung

Der Vorstand begründete seinen Vorschlag zur Erhöhung der Beiträge mit den steigenden Energiepreisen und dem Ausfall der Übungsleiterzuschüsse durch den Kreis Ostholstein. Mehrheitlich wurde die Erhöhung beschlossen. Ab dem 1. Oktober gelten folgende Mitgliedsbeiträge: Kinder und Jugendliche: 8 Euro, Erwachsene: 12 Euro, Familien: 21 Euro, passive Mitglieder: 6 Euro, Studenten/Auszubildende: 10 Euro, Aufnahmegebühr: 7 Euro, Spartenbeitrag Hundesport: 3 Euro.

 

Wahlen

Die 58 anwesenden Mitglieder hatten einen Wahl-Marathon vor sich. Für zwei Jahre: Das Vertrauen der Mitglieder genießt weiterhin Heidrun Seidel, die als 1. Vorsitzende bestätigt wurde. Kassenwart Ulf Kuzla erklärte seinen Rücktritt. Da sich auf der Versammlung kein Nachfolger fand, erklärte er sich bereit, die Hauptaufgaben weiter zu erfüllen. Wiedergewählt wurden als 1. Beisitzer Sascha Herz und als 3. Beisitzer Rico Schendel. Für ein Jahr: Im Amt bleiben Anett Virsnitis als 2. Vorsitzende und Seniorenbeauftragte sowie Oliver Scheplitz als 2. Beisitzer. Neuer Schriftwart ist Jonas Klemens, der Julia Hamer ablöst. Als neuer 4. Beisitzer stellte sich Volker Brand zur Verfügung, der daher kein Kassenprüfer mehr sein konnte. Diesen Posten übernahm Mirko Spieckermann, der die Kasse nun zusammen mit Jens Niko prüft.

 

Ehrungen

25 Jahre: Annika Spitz, Thorsten Bibo, Sabrina Jakobi, Elisabeth Konrad, Hannelore Bark, Maria Krohn, Anna Niko, Beatrice Schulz, Kathrin Roth. 40 Jahre: Ulrich Breckwoldt, Walter Konietzko, Mirko Spieckermann, Ulrike Grimm-Otersen, Uta Pagel, Jens Westen, Karl-Eberhard Peters, Christel Schultz, Werner Schreiner. 50 Jahre: Gertrud Schöning, Birgit Schäfer. 60 Jahre: Holger Bark. 70 Jahre: Dietrich Morschheuser, Jan-Wilhelm Strelow. 73 Jahre: Willi Knop.


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