Marco Gruemmer

Allzeit gute Fahrt, liebe „Molly“ Bootstaufe beim Neustädter Anglerverein

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Neustadt. „Ich taufe dich auf den Namen ‚Molly‘, wünsche der Besatzung allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.“ Mit diesen Worten stellte Taufpatin Finya Estermann den neuen Angelkutter des Neustädter Anglervereins offiziell in Dienst.
 
Für den rührigen Verein ist dieses Boot ein kleines Prunkstück und dient den jugendlichen und erwachsenen Mitgliedern speziell für Angelausfahrten. Der Besitz eines eigenen Schiffes ist jedoch für den Angelverein mit einer Vorgeschichte verbunden, die vor 14 Jahren ihren Anfang nahm. 2005 übernahm man den Segelkutter „SK-Laura“, ein damaliges Projekt der Stadt Neustadt zur Intergration arbeitsloser Jugendlicher. Nachdem die „Laura“ zu 70 Prozent fertiggestellt war, lief die Maßnahme aus und der Anglerverein erklärte sich bereit, den Kutter zu übernehmen und die Restarbeiten durchzuführen. Er sollte den Jugendlichen die Möglichkeit eröffnen, auf der Ostsee zu angeln.
 
Nach 14 Jahren ergaben sich allerdings immer größere und kostenintensivere Mängel. „So stellten wir uns die Frage, was mit der SK-Laura passieren sollte“, erklärte der 1. Vorsitzende Horst Kreft. Ein Verkauf erwies sich als sehr schwierig, sodass als Möglichkeit zunächst nur noch die Verschrottung blieb. Schlussendlich fand sich jedoch noch ein Käufer aus Schleswig.
 
„Da die Termine für die Ausfahrten aber stets ausgebucht waren, haben wir uns entschlossen, nach einem anderen Kutter Ausschau zu halten“, erläuterte Horst Kreft.
 
In Flensburg konnte ein geeignetes Schiff gefunden und begutachtet werden, das durch Vereinsbeschluss auch angeschafft wurde. Frank Omland und seine Crew überführten es am 1. April nach Neustadt. Rund 250 geleistete Arbeitsstunden dauerte es anschließend noch, um den Kutter auf den aktuellen Stand der Technik und Sicherheit zu bringen. (mg)


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