Marco Gruemmer

Auftakt zum Ortsentwicklungskonzept in Lensahn

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Lensahn. Lensahn - geografischer Mittelpunkt des Kreises Ostholstein und Waldort im Grünen, dazu ein direkter Autobahnanschluss, Ostseenähe, Natur, Nahversorgung, Kindergärten, Schulen, Sportstätten und Waldschwimmbad. Wer in Lensahn wohnt, dem fehlt in Dingen des täglichen Bedarfs und in Sachen Freizeitgestaltung auf den ersten Blick rein gar nichts.

 

Dennoch gibt es auch immer Verbesserungspotenzial. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde haben verschiedene Ansprüche und Bedürfnisse, die Generationen unterschiedliche Wünsche. Und es stellt sich für alle gleichermaßen die Frage: „Ist Lensahn auch in Zukunft noch lebenswert?“

 

Ortsentwicklungskonzept als Chance

 

Bei dieser Frage setzt das Ortsentwicklungskonzept an, dessen Auftakt am vergangenen Mittwoch rund 80 Bürgerinnen und Bürger in den großen Saal von „Bei Marco im Haus der Begegnung“ lockte. „Sie sehen mich begeistert“, begrüßte Bürgermeister Michael Robien und freute sich über die sehr positive Resonanz. Er erläuterte kurz den Hintergrund, wie es zu diesem Ortsentwicklungskonzept kam. Im Rahmen der Städtebauförderung hatte die Gemeinde zum Umbau des Schützenplatzes einen Antrag auf Förderung gestellt und eine Absage kassiert. „Was zunächst ein Schlag ins Kontor war, hat uns weiter motiviert. Wir haben und dann für den Weg des Ortsentwicklungskonzeptes entschieden und hierfür auch Zuschüsse erhalten“, erklärte Michael Robien.

 

Das Ortsentwicklungskonzept dient dabei als Instrument, um Projekte und Maßnahmen zu erkennen und lokale Entwicklungspotenziale zu identifizieren. Dabei werden bestehende Gutachten und Konzepte ausgewertet sowie Bestandsaufnahmen und -analysen vorgenommen. Dazu zählen im Schwerpunkt unter anderem die Bereiche Einzelhandel, Gewerbe, Verkehr und Mobilität, Ortsbild und Sportstätten. Am Ende gilt es sogenannte Schlüsselprojekte als Grundlage für eine Förderung (bis zu 75 Prozent) zu benennen. Hier hat dann die Gemeindevertretung das letzte Wort.

 

Ideen, Wünsche und Lösungsansätze

 

Doch zunächst wurde die Bevölkerung mit in den Prozess einbezogen. Nachdem die Besucherinnen und Besucher anfangs aufgefordert worden, zu benennen, was ihnen an Lensahn gefällt (zum Beispiel Wald, Ruhe, Lebensqualität, Sportanlage, Landschaft, Waldschwimmbad, Museumshof, Infrastruktur), wurden anschließend drei Stationen gebildet, die sich mit den Themen Wohnen und öffentlicher Raum, Mobilität und Verkehr sowie gemeinschaftliche Angebote befassten.

 

Im Ergebnis fehlen den Lensahnerinnen und Lensahnern unter anderem sozio-kulturelle Angebote, ein Jugendtreff, erweiterte Kinderbetreuung, ein Bürgerrat, attraktive Grünflächen und naturnahe Spielplätze. Als Wünsche genannt wurden ein positiveres Erscheinungsbild, mehr Treffpunkte im öffentlichen Raum, der Ausbau des Zentrums, Angebote für Betreutes Wohnen, innovative Wohnprojekte, 30iger-Zonen im Ortskern, bessere Fahrradwege, Abstellungsmöglichkeiten für Fahrräder sowie die Neustrukturierung von Parkmöglichkeiten.

 

Nächste Schritte sind nun die konkrete Erstellung des Ortsentwicklungskonzeptes sowie die Definition der Schlüsselprojekte. Eine öffentliche Abschlussveranstaltung ist für März oder April geplant. (mg)


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