Alexander Baltz

Ausstellung im zeiTTor-Museum eröffnet - Der Wieksberg und die Nachkriegszeit

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Neustadt. Am vergangenen Montagabend ist die gemeinsame Ausstellung von der Geschichtswerkstatt mit Unterstützung von Thomas Schwarz im zeiTTor-Museum eröffnet worden.
 
„Der Wieksberg und die Nachkriegszeit in Neustadt“ ist eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und beleuchtet vor allem die jüngste Vergangenheit Neustadts mit dem Wieksberg im Mittelpunkt. Sie erstreckt sich auf das Erd- und Obergeschoss des Museums und besteht aus unzähligen Schautafeln, Karten und Fotos.
 
Die Ausstellung ist dabei in drei Teile gegliedert. Die Zeit bis Kriegsende, die Zeit der DP-Lager (Lager mit „Displaced Persons“, also Menschen, die hier nicht beheimatet waren wie ehemalige KZ-Häftlinge oder Zwangsarbeiter) und die Nachkriegszeit.
 
„Norbert Kahl hat jede Menge Informationen über diesen prägenden Zeitabschnitt Neustädter Geschichte in einer tollen Leistung zusammengetragen“, lobte Bürgermeister Mirko Spieckermann. 1. Vorsitzender des Museumsvereins Uwe Muchow sprach von einem ganz besonderen Wert der Ausstellung für die Stadt: „Sie erinnert an die Menschen, die unter Krieg und Gewaltherrschaft des Dritten Reiches gelitten haben. Dieses Leid hat Neustadt zur Europastadt gemacht. Das Wissen um die Geschichte ist wichtig, um daraus lernen zu können.“
 
Norbert Kahl von der Geschichtswerkstatt dankte vor allem Fotosammler Thomas Schwarz, der zunächst nur einige Fotos beisteuern sollte, aber gerade dadurch zu einem festen Bestandteil der Ausstellung geworden sei. Für Donnertag, den 23. Mai, kündigte Norbert Kahl eine Führung durch die Kasernenanlagen auf dem Wieksberg für maximal 20 Personen an. Treffpunkt sei um 10 Uhr am Haupttor mit Personalausweis. Die Dauer der Führung soll ungefähr eineinhalb Stunden betragen.
 
„Mit dieser Ausstellung haben wir uns eine spannende Zeit ausgesucht“, so Norbert Kahl, der nach eigenen Angaben wichtige Unterlagen darüber auf dem Dachboden des Rathauses bei der Sanierung des Gebäudes gefunden habe.
 
In einem kurzen Exkurs gab er weiter einen schnellen Überblick über die Geschichte des Wieksbergs, der zunächst vor den Toren der Stadt lag und Ackerland war. Zunächst Marienbad und Badevergnügen für Gäste und Einheimische, dann ab 1925 Hanseatische Yachtschule. Am 12. Mai 1937 wurde Neustadt Marinestandort und der Wieksberg dabei vollständig erschlossen. Nach Kriegsende von 1945 bis 1950 war das Gelände Sperrgebiet und DP-Lager. Danach wurde das Lager aufgelöst und es fand Schul- und Sportunterricht auf dem Gelände statt, da durch die Vertriebenen die Einwohnerzahl Neustadts stark angestiegen war. Das Gelände wurde nach 1955 von der Bundeswehr beansprucht. (ab)
 
Die Ausstellung im zeiTTor-Museum ist noch bis zum 14. Juni zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag von 10.30 Uhr bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.



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