Kristina Kolbe

„Ein Juwel für Neustadt“ Stippvisite in der Kulturwerkstatt Forum

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Die umwelt- und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag Marlies Fritzen (3. v. lks.) besuchte im Rahmen einer Rundreise auch die Kulturwerkstatt Forum.

Die umwelt- und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag Marlies Fritzen (3. v. lks.) besuchte im Rahmen einer Rundreise auch die Kulturwerkstatt Forum.

Neustadt. Die Kulturwerkstatt Forum ist seit 1987 ein fester Bestandteil in der alternativen Neustädter Szene und hat schon über Generationen den Boden für kulturelle Veranstaltungen unterschiedlichster Art geboten. Von Punkkonzerten über Lesungen oder Tanzaufführungen bis hin zum Kindertheater sind hier alle Arten der Kunst schon auf die Bühne gebracht worden. Alles nur möglich, durch ein paar wenige engagierte Vereinsmitglieder, die die Veranstaltungen organisieren und sich um die Rahmenbedingungen wie Garderobe, Tresen, Musikanlage, Kasse und alles weitere kümmern. Und wie in den meisten Vereinen, hat auch das Forum mit schwindenden Mitgliederzahlen und finanziellen Herausforderungen zu kämpfen.
 
Aber von Anfang an: Gegründet wurde das Forum im Jahr 1985 aus Bewegungen der Friedensgruppen. Große Themen wie der NATO-Doppelbeschluss und die atomare Hochrüstung ließen immer mehr Menschen auf die Straße gehen. Auch in Neustadt hat es eine Demonstration gegen die Vereidigung von Marinesoldaten gegeben, erinnert sich Edgar Osterndorf, der heute 1. Vorsitzender der Kulturwerkstatt ist.
 
Zunächst haben sich verschiedene Gruppierungen aus der Friedensbewegung heraus verbündet. Parallel entstand das Laienspiel „Theaterwehr“. In dieser „kulturell sehr fruchtbaren Zeit“, wie Osterndorf erzählt, findet man sich schließlich zusammen und gründet die Kulturwerkstatt. 1987 folgt dann der Umzug aus einem ehemaligen Drogeriegeschäft in der Innenstadt in das bahnhofsnahe Gebäude auf dem Wieksberg.
 
„Auch die nachfolgenden Generationen haben dieses Gebäude beseelt“, erklärt der Vorsitzende. Und auch auf der Homepage des Vereins wird deutlich, dass das Miteinander hier immer im Vordergrund steht. So heißt es dort: „Unser wichtigstes Anliegen ist nach wie vor, Menschen aus allen Bevölkerungsschichten die Möglichkeit zu bieten, selbst aktiv zu werden und sich zu verwirklichen. Sie sollen in der Kulturwerkstatt Forum den Rahmen finden einen Teil von sich, einen Teil ihrer eigenen Kultur, in eine Gemeinschaft einzubringen und miteinander etwas zu schaffen.“
 
Dennoch steht der Verein vor großen Aufgaben. Es müssen einige Investitionen getätigt werden. Heizungsanlage, die Dämmung des Daches, neue, barrierefreie Sanitäreinrichtungen, Verbesserung des Schallschutzes, eine Außentreppe zum nicht aktiv genutzten Proberaum - die Liste ist lang. Doch es gibt Hoffnung.
 
Zunächst einmal gibt es eine Förderzusage von der Stadt in Höhe von 1.500 Euro. Außerdem werden derzeit Anträge für weitere Fördermaßnahmen auf den Weg gebracht.
 
Die umwelt- und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/die Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag Marlies Fritzen, die im Rahmen einer Rundreise die Kulturwerkstatt Forum besuchte, erzählte zum Beispiel von einem extra eingerichteten Fond für die „freie Szene“. In diesem Topf seien insgesamt 2,5 Millionen Euro für genau solche Einrichtungen vorhanden. Der Förderanteil liegt bei 70 Prozent, was ungewöhnlich hoch sei, so Fritzen.
 
„Das Gebäude ist ein Juwel“, betont sie, denn es sei zentrumsnah, für alle offen und mit besonderem Charme.
 
Wer Mitglied werden oder die Kulturwerkstatt Forum unterstützen oder bereichern möchte, kann sich unter vorstand@forumneustadt.de mit dem Vorstand in Verbindung setzen. (ko)


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