Marlies Henke

Eine Passage voller „SehNsucht“: Küstengymnasium präsentiert Kunst im Leerstand

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Neustadt in Holstein. Sehnsucht ist laut Definition ein „schmerzhaftes Verlangen“, zum Beispiel nach einem Menschen, nach Liebe, nach einer heilen Welt. In Kunst, Musik und Literatur gilt Sehnsucht als treibende Kraft für schöpferische Arbeit. Auch am Küstengymnasium hat sich eine Schülergruppe kreativ mit dem Thema auseinandergesetzt. Herausgekommen ist eine beeindruckende Ausstellung mit über 100 Kunstwerken.
 

Zum dritten Mal hat das Küstengymnasium (KGN) unter Leitung von Kunstlehrerin Marina Meißner eine „Pop-up Gallery“ in leerstehenden Geschäftsräumen organisiert.
18 Schüler und Schülerinnen, sieben Ehemalige und fünf Lehrkräfte sind an dem Projekt beteiligt, das zunächst im Homeoffice begann, später beim gemeinsamen Arbeiten fortgeführt wurde und jetzt in der eska-Passage betrachtet werden kann. Präsentiert werden Grafiken, Malerei, Fotografien, Installationen, Performances und vieles mehr. „Das aus der Romantik bekannte Motiv hat auch uns in und nach Corona gepackt, schließlich konnten wir einander über einen langen Zeitraum nicht direkt sehen und auch keine Kunst und Kultur genießen – uns plagte eine Sehnsucht und eine Seh-Sucht“, fasste Marina Meißner die Motivation für die Ausstellung zusammen.
 
Bürgermeister Mirko Spieckermann zeigte sich am Montagabend begeistert von dem großen Besucherandrang zur Eröffnung. Er dankte allen Projektakteuren und sagte: „Die Pandemie hat uns vor besondere Herausforderungen gestellt. Umso wichtiger ist, dass eine solche Veranstaltung, die schon eine gewisse Tradition hat, wieder stattfinden kann.“ Sichtlich überwältigt von den vielen Ideen und deren kreativen Umsetzung schien auch KGN-Schulleiter Karsten Kilian, der betonte: „Es gibt ein paar Momente im Leben, in denen man denkt: Das ist der Grund, warum ich meinen Job mache. Heute ist einer dieser Tage.“ Kreativität zutage zu bringen, Wesentliches in Farbe und Form zu bringen, das sei etwas ganz besonderes, worauf alle stolz sein könnten, so Kilian weiter. Nach den Grußworten interpretierten Schülerinnen und Schüler der 9b unter der Leitung von Maren Rühle „SehNsucht“ in musikalischer Form. Im Anschluss gab es einen regen Austausch unter allen Anwesenden.
Noch bis Freitag, 5. November, kann die Ausstellung werktags von 16 bis 18 Uhr besucht werden. Zu den Öffnungszeiten sind dann Schülerinnen und Schüler anwesend, die sich freuen, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. (he)


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