Kristina Kolbe

Grömitz: Waffe im Hosenbund

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Wenn die Waffe vom Gesamterscheinungsbild den Anschein einer Feuerwaffe hervorruft, stellt das Führen dieser Waffe eine Ordnungswidrigkeit dar. (Foto: Pixabay)

Wenn die Waffe vom Gesamterscheinungsbild den Anschein einer Feuerwaffe hervorruft, stellt das Führen dieser Waffe eine Ordnungswidrigkeit dar. (Foto: Pixabay)

Grömitz. Zeugen meldeten am vergangenen Dienstag einen jungen Mann im Bereich der Kurpromenade, bei dem aus dem Hosenbund offenbar eine Waffe herausschaute.
 
Fünf Beamte wurden eingesetzt und näherten sich diesem Mann entsprechend bewaffnet und ausgerüstet. Sie nutzten auch zwei ballistische Schilde zum eigenen Schutz. Sie konnten den Mann stellen und überprüften die Waffe. Es handelte sich um eine Spielzeugwaffe, welche der Polizeipistole ähnlich sah. Diese sogenannte Soft-Air-Waffe mit einer Geschossenergie unter 0,5 Joule ist ohne Einschränkung zu kaufen.
 
Der 17-jährige, welcher mit einer Jugendgruppe aus Paderborn sich hier an der Ostsee im Urlaub aufhält, wurde eindringlich belehrt. Dabei wurde angegeben, dass dieses Spielzeug gerade zuvor in einem Geschäft in Grömitz erworben wurde. Wenn diese Waffe vom Gesamterscheinungsbild den Anschein einer Feuerwaffe hervorruft, stellt das Führen dieser Waffe eine Ordnungswidrigkeit dar.
 
Dieses war hier der Fall, so dass die Beamten eine entsprechende Anzeige fertigen. Die Polizisten suchten den Geschäftsinhaber auf. Im Gespräch erklärte der Mann, dass er seine Kundschaft immer eindringlich warnt, was solche Waffen möglicherweise auslösen könnten. Er habe zwischenzeitlich auch von einem anderen, ähnlich gelagerten Fall gehört. Dieses führte am Dienstag zu der freiwilligen Entscheidung, die Spielzeugwaffen aus dem Verkaufssortiment zu nehmen. (red)


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