Petra Remshardt

Leichter Anstieg der Straftaten - Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 für Ostholstein

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Die Aufklärungsquote ist in Ostholstein von 54,8 Prozent (2018) auf 55,4 Prozent gestiegen.

Die Aufklärungsquote ist in Ostholstein von 54,8 Prozent (2018) auf 55,4 Prozent gestiegen.

Ostholstein. Der Stand der Straftaten hat sich in Ostholstein fast auf dem Niveau von 2018 gehalten (+ 167 Straftaten).
 
Dieser leichte Anstieg stellt allerdings nicht grundsätzlich eine gegenläufige Entwicklung zu den Tendenzen im Land oder in Lübeck dar. Vielmehr geht der leichte Anstieg vor allem auf die Steigerung im Bereich der Delikte gegen ausländerrechtliche Bestimmungen zurück, hier spielt die Lage Ostholsteins als Grenzregion nach Dänemark und eine damit verbundene höhere Kontrolldichte eine Rolle.
 
Auch in Ostholstein ist erfreulicherweise die Aufklärungsquote wieder von 54,8 Prozent (2018) auf 55,4 Prozent gestiegen.
 
Mit Freude konnten die Rückgänge im Bereich der Diebstahlskriminalität registriert werden. Hier ist die Zahl von 4.300 auf 4.185 gesunken. Allerdings sind - im Unterschied zu Lübeck - die Zahlen der Wohnungseinbrüche leicht gestiegen (+ 16 auf 262 Straftaten).
 
Gestiegen sind auch die Zahlen für Betrug, hingegen sich Rauschgiftkriminalität in etwa auf dem Niveau des Vorjahres hält. „Natürlich wird auch in Ostholstein der Handel mit Drogen intensiv kontrolliert, allerdings gibt es in Ostholstein keine so deutlich wahrnehmbaren Brennpunkte wie in Lübeck“, heißt es in der Kriminalstatistik.
 
Bedauerlicherweise sind die Gewaltdelikte, die sich gegen die polizeilichen Einsatzkräfte richten, erneut auf einem hohen Stand. In Ostholstein sind diese Delikte um 13,8 Prozent auf 74 Taten gestiegen. (red/mg)


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