Marco Gruemmer

StrandSpa Dahme: Lösung für Schwimmbad gefordert

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Das StrandSpa ist mit Bereichen wie Sauna und Fitness gut aufgestellt. Für das Schwimmbad wird jedoch weiterhin nach einer Lösung gesucht.

Das StrandSpa ist mit Bereichen wie Sauna und Fitness gut aufgestellt. Für das Schwimmbad wird jedoch weiterhin nach einer Lösung gesucht.

Foto: Marco Grümmer

Dahme. Wenn sich viele Beteiligte viele Jahre mit einem bestimmten Thema beschäftigen und immer und immer wieder in Diskussionen und festgelegten Meinungsbildern verharren, kann die Sicht eines Außenstehenden durchaus positive Folgen haben.

 

Schwimmbadfrage weiter offen

 

Diplom-Finanzwirt und Steuerberater Mario Pätzold unterstützt als externer Dienstleister das Controlling (Daten des Rechnungswesens) im Ostseebad Dahme. In Bezug auf das StrandSpa mit der immer wieder aufkeimenden Schwimmbadfrage, bei der es bis heute nicht zu einer für alle Seiten verträglichen Lösung gekommen ist, forderte er auf der Sitzung der Gemeindevertretung am vergangenen Montag die Fraktionen eindringlich auf: „Sie haben eine Perle am Strand, aber mit den andauernd kontroversen Meinungen ist niemandem geholfen. Ziehen Sie an einem Strang. Für das Schwimmbad wird eine langfristige Lösung gebraucht.“

 

Ob die mahnenden Worte von Expertenseite nun zu einem Umdenken führen, bleibt zunächst ungewiss. „Wie von uns jahrelang erklärt, hemmt der Stillstand in der Schwimmbadfrage die Entwicklung unseres Ortes und begrenzt den Handlungsspielraum des Tourismusbetriebes. Jeder Versuch unsererseits, hier eine betriebswirtschaftliche Verbesserung herbeizuführen, scheiterte jedoch an der irrigen Hoffnung, erneut einen Schwimmbadbetrieb aufnehmen zu können “, ergänzt Sven Rohr (DWG) und setzt dabei verstärkt auf das Prinzip Hoffnung.

 

Das von Mario Pätzold vorgelegte, vorläufige Zahlenwerk schließt mit einem Gesamt-Negativergebnis von 147.000 Euro. Zwar lag der Wert in 2019 noch bei einem Minus von rund 600.000 Euro, dennoch habe sich die Gesamtsituation auch hinsichtlich von Personalmangel nicht grundlegend verbessert. Mario Pätzold kündigte an, Ende Mai den finalen Jahresabschluss für 2021 zu präsentieren.

 

Ähnlich angespannt ist die Situation des Bauhofes. Dessen neuer Leiter Christian Grimm gab Auskunft und berichtete über den aktuellen Stand der Dinge. In seinen ersten Tagen und Wochen suchte er zunächst einmal das Gespräch mit den Mitarbeitern, denen es vor allem an Anerkennung und Wertschätzung fehle. Es müsse ein groß angelegter Maßnahmen-Katalog umgesetzt werden. In der Problem-Bekämpfung habe Christian Grimm mittlerweile schon vieles angepackt und man befinde sich auf einem guten Weg. Zügig und unkompliziert müsse an der Standortfrage gearbeitet werden. Seitens der Gemeinde ist es angedacht, eine gemeinsame Lösung in Form eines Kombinationsgebäudes Feuerwehr/Bauhof zu finden. „Die derzeitige Unterbringung des Bauhofes ist für die Gemeinde beschämend“, sagte Christian Grimm in aller Deutlichkeit. „Umso unverständlicher ist es, dass die schon längst eingeforderte Standortanalyse nicht eingeleitet worden ist“, so Sven Rohr. Weiter führte Christian Grimm aus, dass man dem Arbeitszeitplan etwas hinterhinke, dennoch gebe es auch positive Signale. So sei unter anderem der Zustand der Spielplätze gesichtet und dokumentiert und man sei dabei, bienen- und insektenfreundliche Außenflächen zu schaffen sowie die Rad- und Wanderwege wieder herzurichten. Abschließend sagte Christian Grimm: „Mit Saisonbeginn werden wir einen Naturstrand haben, wie es ihn in der gesamten Lübecker Bucht nicht gibt.“

 

Bürgermeister Dieter Knoll war bei der Sitzung übrigens als einziger Vertreter der CDU anwesend. Drei Fraktionsmitglieder fehlten krankheitsbedingt. (mg)


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