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Alexander Baltz

Vierter Windsurftag für krebskranke Kinder

Für „sail & surf“-Geschäftsführer Sven Heinze (re.) ist der Windsurftag eine Herzensangelegenheit.

Für „sail & surf“-Geschäftsführer Sven Heinze (re.) ist der Windsurftag eine Herzensangelegenheit.

Bild: Alexander Baltz

Pelzerhaken. „Ängste abbauen und Erfolgserlebnisse schaffen“ - unter diesem Motto trafen sich am vergangenen Sonntag am Strand von Pelzerhaken wieder krebskranke Kinder mit ihren Geschwistern und Familienangehörigen.

In Zusammenarbeit mit dem Team der Surfschule „sail & surf“ in Pelzerhaken, dem Verein „Lübeck Hilfe für krebskranke Kinder“ und dem UKSH (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) Lübeck wird einmal im Jahr ein Windsurftag durchgeführt, bei dem für an Krebs erkrankte Kinder samt ihren Geschwistern, Freunden und Eltern nicht die Krankheit, sondern Freude und Spaß im Mittelpunkt stehen soll.

Initiiert vor fünf Jahren von den Wassersportlern Thomas Bock und Martina Theves-Bock aus Neustadt konnten sie sofort viele Unterstützer ins Boot holen. An erster Stelle Inhaber der Surfschule „sail & surf“ Sven Heinze, bei dem das jährliche Event stattfindet. Ihm sind soziale Projekte ein wichtiges Anliegen. „Mittlerweile gibt es sogar Wartelisten bei den Kindern für dieses Event. Viele wollen regelmäßig dabeisein“, erklärt er im Gespräch mit dem reporter. Von ihm gibt es von 10 bis 17 Uhr die komplette Surfausrüstung für die Kinder gestellt und sein Surflehrer-Team sorgt für die kleinen Erfolgserlebnisse auf dem Wasser. “Hier spüren die Kinder die Freiheit und sind glücklich - ein entscheidender Faktor, um Ängste abzubauen“, so Heinze weiter.

Vom Verein „Lübeck Hilfe für krebskranke Kinder“ war in diesem Jahr Beisitzerin Nadine Zeitz dabei, die hauptberuflich als Krankenschwester in der Kinder-Onkologie am UKSH Lübeck arbeitet. Sie ist in jeder Beziehung vom Fach und weiß, wie wichtig Ablenkung für die Betroffenen ist.

Gabriel Blüder, Sportwissenschaftler vom UKSH, berichtet, dass Sport nicht nur für bessere Stimmung bei den Kindern sorgt, sondern ebenfalls einen wichtigen Heilungsprozess darstellt. Man komme nach einer erfolgreichen Chemotherapie schneller wieder zurück ins Leben, wenn man sich bewege und nicht zu sehr schone.

Auf dem Wasser und an Land gab es jede Menge in Theorie und Praxis für die Kinder rund um das Windsurfen zu lernen - und hautnah bei Wind und Wellen zu erleben. Wie in den Vorjahren gab es natürlich auch wieder ein gemeinsames Mittagessen, angeliefert vom „Köstlich-Hafenimbiss“. Unterstützt hat sie Veranstaltung ebenfalls die Praxis am Klosterhof um Dr. Christiane Rieber.

Bereits am Freitag und Samstag wurde an der Surfschule von Sven Heinze ein Event mit 14 Blinden durchgeführt, die sich im Stand up-Paddeling und im Windsurfen ausprobieren konnten. Im September soll es Kitesurfen mit Rollstuhlfahren geben, inklusive Kite-Lehrer und Physiotherapeut. (ab)


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