Reporter Eutin

Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold für den Ehrenwehrführer …

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Liensfeld/Kiekbusch (t). Hochzufrieden zeigte sich Wehrführer Frank Mielke mit seinem Zeitmanagement, als er schon wenige Minuten vor Mitternacht nach knapp viereinhalb Stunden den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung beenden konnte. Ein köstliches Rübenmussessen à la Ulli Horstmann aus dem zur Feldküche verwandelten Gerätehaus sowie zahlreiche Ehrungen mit ebenso vielen Lokalrunden und die jährliche Auszeichnung zum Pechvogel des Jahres in so ausgelassener Runde will halt Weile haben.
Aber natürlich wurde auch in Liensfeld nach Tagesordnung verfahren, so sprachen zunächst Gemeindewehrführer Andreas Riemke und Bürgermeister Eberhard Rauch der Wehr ihren Dank für die geleistete Arbeit aus. Rauch wünschte zudem glückliche Wahlen und sicherte allen amtierenden und zukünftigen Funktionsträgern seine volle Unterstützung zu. Gleich nach den Grußworten stieg dann die Zahl der Mitglieder auf erfreuliche 30 Aktive, als nämlich mit Thies Ehlers und Tobias Hundt zwei junge Männer aus Liensfeld um die Aufnahme als Feuerwehranwärter ersuchten.
In seinem Jahresbericht berichtete Wehrführer Mielke von 55 Diensten mit 2750 Dienststunden. Zu 12 Einsätzen musste die Wehr ausrücken, darunter ein schwerer Verkehrsunfall unter Beteiligung eines jungen Kameraden.
In freudiger Erinnerung war noch der Feuerwehrmarsch im Mai 2019. Hier hatte sich die Bosauer Wehr nach Wegbeschreibung des „Hochleistungs-Streckenpostens“ Wulle Schmüth komplett in den „Liensfelder Weiten“ verirrt. Diesen Umstand rundete Altbürgermeister Mario Schmidt mit einer weiteren Lokalrunde und dem Kommentar „Wie verzweifelt muss man sein, um Wulle nach dem Weg zu fragen“ humorvoll ab.
Die anschließenden Wahlen erfolgten einstimmig per Handzeichen. Olaf Simon wurde im Amt des Kassenführers bestätigt, zu Kassenprüfern wurden Ernst-Günter Friederichsen und Thomas Ehlers gewählt.
Für den in Liensfeld elementaren und gewichtigen Festausschuss erklärten sich André Schumacher, Felix Rentzsch, Thomas Ehlers, Olaf Simon, Lulu Runge, Dominik Rohmann, Lars Johannsen, Yvonne Johannsen und Johanna Martin bereit.
Anwärter Jonathan Martin wurde nach erfolgreicher Truppmannausbildung zum Feuerwehrmann ernannt. Vater Volker Martin setzte noch einen drauf, zusammen mit Felix Rentzsch wurde er zum Hauptfeuerwehrmann 2 Sterne befördert. Mutter Katja Martin konnte aber durchatmen, als Schriftführerin der Wehr bleibt sie mit ihrer Beförderung zur Hauptfeuerwehrfrau 3 Sterne auch im Dienstgrad weiterhin Familienoberhaupt. Gruppenführer Thomas (Pommes) Mielke wurde zum Oberlöschmeister befördert und darüber hinaus für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Lars Johannsen und Katja Martin erhielten das Dienstzeitabzeichen für 10 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.
Ehrenwehrführer Peter Kühl wurde für seine 50-jährige aktive Dienstzeit das Brandschutzehrenzeichen am Bande in Gold verliehen. Der Wehrführer würdigte diese eindrucksvolle Feuerwehrlebensleistung und verabschiedet den Ehrengemeindewehrführer, Ehrenwehrführer und Kartoffelkönig des OLLK unter „Standing Ovations“ aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteilung. Hierauf wurde - sichtlich und ehrlich überrascht - auch der „Altwehrführer“ Thomas Ehlers nach vorne gebeten und nach 21-jähriger Stellvertretertätigkeit und sechs Jahren Wehrführung zum Ehrenwehrführer der FF Liensfeld-Kiekbusch ernannt.
Die vor dem abschließenden Singen des Feuerwehrliedes noch sehnsuchtsvoll erwartete jährliche Körung zum Pechvogel des Jahres übernahm wieder der „Fachwart für Pechvögel“ (Peter Kühl) persönlich:
Eigentlich sollte Kassenwart Olaf Simon auf Drängen seiner Ehefrau nach einem Zwischenfall beim Kassieren des Jahresbeitrages sein Amt zur Verfügung stellen. An der Haustür von Mitglied Kuddel hatte dessen Wachhund nämlich seinen Unmut über Olafs Kassier-Absicht mit einem beherzten Anbiss in die „Männlichkeit“ kundgetan und ihn damit vorübergehend „außer Gefecht“ gesetzt. Dieses Szenario wurde noch einmal mit allen Originalgeräuschen nachgestellt. Diesmal erhielt allerdings der schon sichtlich erblasste Kassenwart eine beißfeste Schutzausrüstung und der hinter der Tür wartende Widersacher entpuppte sich nur als niedlicher Stoffhund. Der Bürgermeister begrüßte diese Sicherheitsmaßnahmen. Unter Umständen wird eine Prüfung erfolgen, ob aus den Hundesteuereinnahmen der Gemeinde Bosau auch für die Kassenwarte der anderen Ortswehren eine Beschaffung dieser Ausrüstung denkbar ist.


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