Reporter Eutin

Daniel Günther zu Gast in Eutin

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Eutin (hr). Ein Jahresempfang im August ist ungewöhnlich - und ungewöhnlich schön! Weil der übliche Empfang zu Beginn des Jahres 2021 coronabedingt abgesagt werden musste, beschloss der Unternehmensverband Ostholstein-Plön die Veranstaltung in den Spätsommer zu verschieben. Der Plan ging auf: Mitglieder des Verbandes trafen sich gemeinsam mit Vertreter:innen aus der Politik im Eutiner Küchengarten. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) war zu Gast und hielt die Festrede.
Dass diese Veranstaltung in diesem Rahmen tatsächlich in Präsenz stattfinden konnte, freut Lydia Bahn, Vorstandsvorsitzende des Unternehmensverbandes Ostholstein-Plön, ganz besonders: „Digital ist auch gut, aber persönlich ist besser!“
Die größte Herausforderung, vor der aktuell wohl alle Unternehmen stehen, bleibt die Covid-19-Pandemie: Nicht nur, weil noch immer zahlreiche Hygieneauflagen von der neuen „3G-Regel“ über die altbewährte Handdesinfektion bis hin zum Tragen des unvermeidlichen Mund-Nase-Schutzes in den Räumlichkeiten eingehalten werden müssen, sondern vor allem, weil die Situation den Alltag aller anwesenden Unternehmer:innen beeinflusst.
„Ich habe mich neulich mit einem Unternehmer unterhalten und ihn gefragt, wie es ihm geht“, erzählt Bahn. „Er sagte mir, er könne nachts nicht schlafen, aus Angst, wie es mit seinem Unternehmen in der Pandemie weitergehe.“ Unternehmer:innen seien niemals nur für sich selbst und ihre Familien verantwortlich, sondern immer auch für ihre Mitarbeiter:innen.
Dass so viele Unternehmen nach 1,5 Jahren Pandemie mit ständigem Blick auf die Zahlen noch immer sprichwörtlich „auf Sicht fahren“ müssen, erinnert Bahr an einen Schneesturm in ihrer Kindheit, als sie mit dem Auto von der Schule abgeholt wurde: „Du bist auf der Straße und weißt: rechts ist Gefahr, links ist Gefahr, stehenbleiben ist auch keine Option und es erfordert sehr viel Mut, kleine Schritte vorwärts zu machen.“ Dieses Bild sei auf die Situation vieler Unternehmen in der heutigen Zeit übertragbar.
Für diesen Mut, sowie die hohe Solidarität unter den Unternehmer:innen bedankte sich auch Ministerpräsident Daniel Günther. „Wir brauchen uns gegenseitig, um durch diese Krise zu kommen“, sagt Günther in seiner Festrede und merkt an: „Es ist immer einfacher, im Nachhinein zu entscheiden, was richtig oder falsch war, als die Entscheidungen in diesem Moment zu treffen.“ Insbesondere mit Blick auf die steigende Inzidenz in Schleswig-Holstein sorgen sich erneut viele Menschen darum, wie es für sie weitergeht, doch Günther bleibt ruhig: „Wir haben eine viel bessere Situation als noch vor sechs Monaten, es sind inzwischen viele Menschen geimpft und je höher die Impfquote ist, desto geringer die Ansteckungsgefahr.“ Dass die Zahlen ausgerechnet in Schleswig-Holstein ansteigen, obwohl das Land bisher im bundesweiten Vergleich immer gut durch die Coronawellen gekommen ist, sei auf das frühe Ferienende zurückzuführen. „Einen weiteren Lockdown kann es unter diesen Bedingungen gar nicht geben, das wäre nicht gerechtfertigt“, verspricht der Ministerpräsident. Stattdessen solle man versuchen, noch mehr Menschen zu der Impfung zu animieren: „Impfen ist ein Stück Solidarität, insbesondere auch gegenüber jungen Menschen, die sich noch nicht impfen lassen können. Wir müssen uns gemeinsam in Richtung Normalität zurückbewegen.“
Das heißt auch, nicht nur auf die Zahlen zu schauen, sondern auch in die Zukunft: Die Chancen, die Digitalisierung voranzutreiben, sei in den letzten 1,5 Jahren enorm gestiegen und bereits für 2022 sei eine 62prozentige Breitbandversorgung geplant. „Digitalisierung und Fachkräftemangel sind die beiden großen Herausforderungen, denen wir uns in Zukunft stellen müssen“, sagt Günther.
Für die Region wünscht sich der Ministerpräsident vor allem eines: Mehr Kooperation im Ostseeraum, auch international. Die neue Fehmarnbeltquerung und die so entstehende neue Wirtschaftsregion sei dabei ein guter Anfang. Er blickt optimistisch in die Zukunft seines Bundeslandes: „Schleswig-Holstein ist das Bundesland mit den glücklichsten Menschen, wir sind - auch dank Ihnen allen - unternehmerisch erfolgreich, da werden wir die Klimaziele auch noch schaffen!“


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