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Innenministerin: „Unverzichtbare und hervorragende Arbeit“

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Eutin (t). Die Landespolizei Schleswig-Holstein blickt auf 75 Jahre Diensthundewesen zurück. Anlässlich dieses Jubiläums wurde in der Oberst-Hermann-Kaserne in Eutin ein Wettkampf für Hundeführerinnen und Hundeführer ausgetragen. Geschicklichkeit und Spaß standen dabei im Vordergrund.
Am Ende des Vergleichs mit 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Schleswig-Holstein zog der Leiter des Diensthundewesens an der PD AFB Martin Block eine positive Tagesbilanz: „Es hat heute alles geklappt. Und die Stimmung war prächtig. Das war eine gelungene Jubiläumsveranstaltung“, freute sich der Erste Polizeihauptkommissar. Von einem tollen Wettkampf sprach auch die Stellvertretende Leiterin der PD AFB Eutin Gaby Häuser.
Entsprechend ausgelassen war die Stimmung bei der Siegerehrung im Einsatztrainingszentrum. So hatte es sich Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack nicht nehmen lassen, die Siegerehrung vorzunehmen. In ihrer launigen Rede würdigte Sütterlin-Waack das hohe Engagement der Diensthundeführerinnen und Diensthundeführer der Landespolizei: „Sie zeigen im täglichen Dienst mit Ihren Hunden hohe Verantwortung und unermüdliche Einsatzbereitschaft. Ob bei der Festnahme von Täterinnen und Tätern, bei der Absuche von Gebäuden nach Sprengstoff oder bei Ermittlungstätigkeiten - die hervorragende Arbeit mit den Diensthunden ist für die Landespolizei unverzichtbar. Ich danke allen beteiligten Beamtinnen und Beamten für ihr außergewöhnliches Engagement“, so die Innenministerin.
Am Rande der Siegerehrung lobte auch Landespolizeidirektor Michael Wilksen den täglichen Einsatz und das herausragende Engagement der Diensthundeführerinnen und Diensthundeführer. Er betonte, dass die Diensthunde ein fester Bestandteil in der Landespolizei Schleswig-Holstein bei deren Aufgabenwahrnehmung seien. „Sowohl im Einsatz als auch in der friedlichen Begegnung und Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern gehören Polizeidiensthunde zum äußeren Erscheinungsbild unserer Landespolizei. Auch im Sinne einer Bürgerpolizei sind Diensthundeführerinnen sowie Diensthundeführer und ihre Hunde für mich nicht hinwegzudenken.“, so der Landespolizeidirektor. Gemeinsam mit Michael Wilksen und Gaby Häuser zeichnete Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack die erfolgreichsten Teams aus. Herausragend: Die beiden ersten Plätze belegten Teams der Diensthundestaffel der Polizeidirektion Ratzeburg. So setzte sich bei den Hundeführern Markus Weber mit der dreijährigen Hündin Kara als Team-Cup-Sieger durch und avancierte damit zum Gesamtsieger. Bei den Diensthundeführerinnen behielt Katharina Brose mit der zweieinhalbjährigen Hündin Katana die Oberhand und freute sich damit über Platz zwei bei der Gesamtwertung. Auf den weiteren Plätzen folgten Michael Matthias mit Ole, Torben Clausen mit Iris, Stephanie Pälicke mit Raja, Jana Piening mit Willem. Eine besondere Ehrung als „Ältestes Team“ wurde Thomas Langfeld mit Vincent zuteil.
Das Diensthundewesen der Landespolizei Schleswig-Holstein
Das Diensthundewesen hat sich im Laufe der Zeit stark verändert. Während in den 50er und 60er Jahren reine Schutz- und Suchhunde ausgebildet worden sind, wurden in den 70er Jahren bereits Rauschgiftspürhunde eingesetzt. Im Laufe der Zeit kamen Sprengstoffspürhunde und Leichenspürhunde hinzu. Ab dem Jahr 2005 konnten Brandmittelspürhunde wertvolle Hilfen für Ermittlungen in Brandruinen bieten und ab 2008 ergänzten Personenspürhunde erfolgreich die Suche von Menschen. Aktuell befinden sich fünf Hunde in der Ausbildung zum Mantrailer- und Geruchsdifferenzierungshund. Um den Täterinnen und Tätern von Cyber-Kriminalität auf die Spur zu kommen, wurde 2021 der erste Datenträgerspürhund ausgebildet und wird inzwischen erfolgreich eingesetzt.
In einer neunwöchigen Ausbildung erhalten alle Hunde die Fähigkeit zum Schutzhund und Fährtensucher. Die Spezialhundeausbildung dauert weitere zehn Wochen. Neben Schäferhunden werden Rottweiler und Riesenschnauzer als Diensthunde eingesetzt. Im neuen Arbeitsfeld der Mantrailerhunde suchen Weimaraner, Münsterländer und bayrische Gebirgsschweißhunde nach vermissten Menschen. Insgesamt verfügt die Landespolizei Schleswig-Holstein über 112 Diensthunde, die auf die sieben Flächendirektionen Kiel, Lübeck, Segeberg, Flensburg, Ratzeburg, Neumünster und Itzehoe verteilt sind. 18 von ihnen befinden sich derzeit in der Ausbildung. Das Diensthundewesen der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei ist bis heute Zentralstelle für alle Fragen der Aus- und Fortbildung für Diensthunde und ihre Diensthundeführerinnen und Diensthundeführer im Land.


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