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Jetzt auch digital: Problemlösungen auf dem Schirm

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Auch online für die Ratsuchende da: Birgit Karußeit und Sabine Pitschmann

Auch online für die Ratsuchende da: Birgit Karußeit und Sabine Pitschmann

Foto: A. Jabs

Eutin (aj). Von der Idee zum kreisweiten Netzwerk – diese Entwicklung hat die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) in den vergangenen Monaten trotz Corona erfolgreich gestaltet: „Bei uns erhalten Menschen mit Behinderung oder von Behinderung Bedrohte Rat und Unterstützung in allen Fragen zur Teilhabe und Rehabilitation“, erklärt Sabine Pitschmann vom Beratungsteam. Gemeinsam mit ihren Kolleg*innen klärt sie Betroffene und deren Angehörige oder betreuende Personen darüber auf, welche Rechte und welche Möglichkeiten in den jeweiligen Lebenssituation dazu beitragen können, dass die Menschen Chancen ergreifen und nicht nur das eigene Leben so selbstständig wie möglich gestalten, sondern auch in ihrem Umfeld aktiv werden können. Dafür kann man einen Termin in einer der Beratungsstellen im Kreis Ostholstein vereinbaren, zum Telefonhörer greifen oder neuerdings auch eine individuelle Videoberatung vereinbaren: „Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise unser Angebot auch in Coronazeiten für die Menschen sicher aufrechterhalten können“, sagt Beraterin Birgit Karußeit. Alles, was gebraucht wird, ist ein Laptop oder Computer mit Mikrofon und Kamera und eine Emailadresse: Wenn man sich angemeldet hat und der Termin gebucht ist, wird per Email ein Link versandt, über den man zur vereinbarten Zeit den direkten Kontakt mit wenigen Klicks herstellen kann. In der Videokonferenz können dann Anträge ausgefüllt und Leistungsansprüche geklärt werden – natürlich kostenfrei und unabhängig von Trägern, die diese Leistungen erbringen oder bezahlen - so wie das gesamte Beratungsangebot der EUTB. Für einen geschützten digitalen Raum sorgt dabei der Videodienst RED connect. Die datenschutzkonforme End- zu-End-Verschlüsselung ist eine gute Alternative für alle, die die Hauptstelle der EUTB in Eutin oder eine der Adressen in Heiligenhafen, Oldenburg, Lensahn, Neustadt, Ahrensbök, Ratekau und in Bad Schwartau nicht persönlich aufsuchen wollen oder können: „In den Büros gilt die 2G-Regel“, erläutert Sabine Pitschmann und unterstreicht: „Wir möchten aber niemanden von der Beratung ausschließen und auch deshalb haben wir entschieden, das digitale Gespräch einzuführen“, so Pitschmann. Einige Kolleg*innen arbeiten bereits erfolgreich mit dieser Form der Beratung: „Viele Menschen haben unabhängig vom Alter in der Pandemie gelernt, die digitalen Möglichkeiten auszuschöpfen“, wissen die Beratenden. Gegenüber der Telefonberatung punktet das Videoformat mit dem Vorteil, Zusammenhänge auch anschaulich erklären und in Blickkontakt mit dem Gegenüber treten zu können: „Das ist sehr wichtig, denn gerade bei den älteren Ratsuchenden spielt auch das Thema Einsamkeit eine große Rolle“, sagen die Beratungs-Profis. Die Erfahrung zeigt zudem: Wenn es ein solches digitales Angebot gebe, werde es auch genutzt. Grundsätzlich etabliert sich die EUTB mehr und mehr als Anlaufpunkt: „Wir hören immer wieder: Schön, dass es eine solche Beratung gibt!“, berichtet Sabina Pitschmann und Birgit Karußeit ergänzt: „Und auch unser professionelles Netzwerk erweitern wir beständig.“ Das Anliegen des Vereins zur Förderung der Teilhabe in Ostholstein, der die EUTB initiiert hat, wird damit umgesetzt. Mit dem Eutiner Büro in der Peterstraße 21d direkt am Weg vom Bahnhof in die Innenstadt gibt es eine zentrale Adresse, zusätzlich zum digitalen Gespräch praktizieren die Berater*innen auch die aufsuchende Beratung in der Wohnung und haben mit der „Beratung to go“, einem Spaziergang mit den Ratsuchenden eine weitere Variante in petto. Wer - ob digital, persönlich oder telefonisch - die kompetente Beratung in Anspruch nehmen möchte, kann unter 04521 - 7909983, via Email an eutb@teilhabe-oh.de oder zu den Sprechzeiten (Informationen auf www.teilhabeberatung.de/beratung/eutb-verein-zur-foerderung-der-teilhabe-in-ostholstein-eutin) Kontakt aufnehmen.


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