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Reiche Ernte in der Sarauer Schatzkiste

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Sarau (ed). Jahr für Jahr lobt der Martin Meiners-Förderverein aus Bad Segeberg einen Wettbewerb unter den KiTas des Kreises aus, bei dem die KiTa-Kinder die tollsten Sachen anbauen – der Verein hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Kindern den Spaß am Säen, Pflanzen, Ernten nahezubringen und zu zeigen, was aus einem kleinen Samenkorn alles werden kann. Nicht fehlen darf unter den teilnehmenden Kindergärten natürlich nicht der aus dem äußersten Zipfel des Kreises Segeberg, der Kindergarten Schatzkiste aus Sarau. Denn so klein der Kindergarten auch sein mag, so engagiert ist er auch – und die kleinen Sarauer sind längst echte ProfigärtnerInnen geworden. Sie haben in den vergangenen Jahren schon erfolgreich Karotten und Tomaten angebaut – und den Wettbewerb sogar schonmal gewonnen. In diesem Jahr war die Herausforderung besonders groß, denn das Saatgut, das der Martin Meiners-Förderverein den teilnehmenden KiTas schickt, reichte übers ganze Gartenjahr. „Wir haben Radieschen-, Stangenbohnen- und Sonneblumensamen bekommen“, erzählt KiTa-Leiterin Elke Sieck, „und fanden die Mischung zuerst ein bisschen merkwürdig, dann aber haben wir, während die Radieschen einen super Platz zwischen den Erdbeeren in unserem Hochbeet hatten, die Stangenbohnen am Zaun hochranken lassen und die Sonnenblumen davor gepflanzt.“ Und irgendwie passt alles ganz wunderbar – die sonnengelben Sonnenblumen zu den lila Zauberbohnen und die Radieschen, auch wenn sie ein bisschen scharf waren, zum Frühstück in der Schatzkiste.
 

Weil die Schatzkisten-Kinder aber längst Profis sind, haben sie, bis auf die Radieschen, alles vorgezogen, denn das finden die Kinder immer besonders spannend – „wir haben Kerne in kleine Töpfchen mit Erde gelegt“, erklärt Fritzi, „und gegossen, wenn die Erde trocken war. Und ganz bald sind da Sonnenblumen und Bohnen gewachsen.“ Beim Umpflanzen in den Kinder-Garten haben die kleinen Gärtner dann erstmal ausgiebig die Pflanzen von unten angeguckt – „die hatten ganz lange Wurzeln“, staunt Jana. Und dann ging eigentlich alles wie von selbst – die Stangenbohnen haben ihren Weg den Zaun hoch gefunden, die Sonnenblumen haben sich, wie es ihr Job ist, der Sonne entgegengestreckt, die Kinder haben alles gegossen und jeden Tag gestaunt, wie doll alles wächst. „Das ist so schön, wie die Kinder sich freuen können“, strahlt Elke Sieck, „das macht dann noch mehr Spaß.“ Die lila Bohnen finden alle cool und den kleinen Sonnenblumenwald davor auch, aber Amelie mag am allerliebsten die ganz dicken Sonnenblumen, da drückt sie ihr ganzes Gesicht rein, kuschelt, schnuppert und freut sich über Duft und Farbe.
 

Die Sonnenblumen blieben jetzt natürlich stehen – über die Samen freuen sich die Vögel. „Und auch von den Bohnen werden wir einige hängen lassen, bis sie trocken sind“, sagt Elke Sieck, „und dann gucken wir mal, was wir mit den Kernen machen. Aber die ganz zarten Bohnen, die werden wir kochen.“ „Das sind Zauberbohnen“, weiß Jana – und darauf sind sie und ihre KiTa-FreundInnen schon echt gespannt. „Die bleiben nicht lila.“ Ob das klappt, wird sich zeigen. Auf jeden Fall wird alles genau dokumentiert: Die Kinder malen alles auf und Elke Sieck schreibt dazu. Und weil es langweilig wäre, das alles einfach auf einem Blatt zu machen, haben alle zusammen eine große Gießkanne und viele Sonnenblumen gebastelt und alles darauf geklebt und gemalt. Wenn auch die letzte Bohne gekocht und die letzte Sonnenblumen untersucht und alles aufgezeichnet wurde, wird alles zum Martin-Meiners-Verein nach Segeberg geschickt – und wenn die da nicht beeindruckt sind von den gärtnerischen Erfolgen der kleinen Sarauer: Wir sind es allemal!


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