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Sicherer Weg für die Amphibien in Grebin

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Grebin (t). Mit dem Aufbau des Amphibienschutzzauns im Görnitzer Schulweg der Gemeinde Grebin ist ab sofort der jährliche Wanderweg im Frühjahr von Kröten, Fröschen und Molchen zu ihrem Laichgewässer Görnitzer See wieder gesichert. Gerade rechtzeitig vor dem Erwachen aus ihrer Winterstarre und der Wanderung zu ihren Laichplätzen, die meist um den 20. März herum beginnt und gegen Ende April endet. Kleine und grosse ehrenamtliche Helfer aus Grebin haben auch dieses Jahr einen speziellen Amphibienzaun am Strassenrand aufgestellt, mit dem sie verhindern wollen, dass die zumeist nachts wandernden Tiere auf dem Schulweg von Autos und Traktoren überfahren werden. Da die Amphibien den kniehohen Zaun nicht überwinden können, laufen sie daran entlang und fallen in Eimer, die ca. alle 10 Meter eingegraben sind. Ab sofort wird der Zaun täglich kontrolliert. Die in den Eimern befindlichen Kröten, Frösche und Molche werden sicher über die Straße getragen und auf der gegenüberliegenden Wiese zum Görnitzer See hin abgelegt.

Wie im vergangenen Jahr fanden sich auch diesmal ausreichend viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die unter der fachkundigen Leitung des Ehepaars Hicke aus Grebin am 22.03.2022 tatkräftig mithalfen, die 24 Eimer einzugraben, den zirka 200 m langen Zaun auszurollen und zu befestigen.

Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt. Zur Hauptwanderung im Frühjahr ziehen die Frösche, Kröten und Molche zu dem Gewässer, in dem sie selbst geboren wurden, um dort ihre Eier abzulegen. Bei den ersten wärmeren Regennächten verlassen sie ihre Winterlebensräume im Görnitzer Moor, im Laub der Wälder, Knicks und Gebüsche. Ihren Weg finden sie mit Hilfe ihres Instinkts, aber sie orientieren sich auch an Mond und Sternen, Gerüchen und Geräuschen. Gefahren lauern dabei vor allem beim Überqueren von Straßen, was vielen Amphibien zum Verhängnis wird. Selbst wenn sie nicht von Autos direkt überfahren werden, reicht allein das Vorbeifahren mit relativ niedriger Geschwindigkeit, um die empfindlichen Lungen der Tiere platzen zu lassen.

„Kleine Strolche“ übernehmen tragende Rolle

Auch in diesem Jahr helfen die „Kleinen Strolche“ aus der Grebiner Kindertagesstätte zweimal wöchentlich fleissig mit, den Zaun abzusuchen, die Amphibien zu registrieren und sicher über die Straße zu bringen. Die restliche Woche übernehmen dies engagierte Görnitzer Anwohnerinnen und Anwohner. Erneut verbinden sich Artenschutz, Umweltbewusstsein und der erfreuliche Gemeinsinn freiwilliger Bürgerinnen und Bürger zu einem ausgesprochen sinnvollen Naturschutzprojekt.


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