Reporter Eutin

„Wir sind hier, wir sind laut?…

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Eutin (ml). Stolze 420 Mitstreiter haben sich am vergangen Freitag wieder einmal um 10:30 Uhr am Wasserturm getroffen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Viele hatten große, bunte Plakate dabei, mit zum Beispiel den Aufschriften: „Rettet die grüne Lunge“ oder „Für die Eisbären bin ich hier.“ Aber nicht nur Kinder und Jugendliche demonstrierten am dritten Globalen Klimastreiktag, nach dem 15. März und dem 24. Mai, auch viele Erwachsene kamen mit Plakaten oder auch ganzen Gesichtsbemalungen zum Treffpunkt. Auf die Frage, warum es denn auch den Erwachsenen so wichtig sei, den Klimawandel zu verbessern, antwortete Hagen Wehrend (53), dass auch er das Klima extrem entscheidend findet und nicht möchte, dass die Menschen auf Kosten der Kinder und Jugendlichen wirtschaften.

Dann ging es auch schon los. Die Strecke, die der Streikzug lief, lautete: Plumpstraße, Plöner Straße, Elisabethstraße bis zur Aral- Tankstelle, Carl- Maria-von Weber und Lübecker Straße. Während des Gangs machte der Demonstrationszug, angeführt vom Fridays for future Orga- Team mit lauten Rufen auf sich aufmerksam. Wie zum Beispiel mit dem Klassiker: „ Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!“. Aber auch sehr Schaulustige bekamen etwas zu hören, wie: „Lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Demo ein!“.
Als alle wohlbehalten, dank der Polizei, die alle Straßen absicherte um zirka zwanzig vor zwölf am Marktplatz ankamen, wurden ein paar Reden gehalten über das Klimakabinett, den UN- Gipfel und die aktuelle Situation, immer wieder unterbrochen von Liedern, die von allen gesungen wurden.

Zu einer eher ungewöhnlichen Zeit um 11:55 Uhr läuteten die Sankt- Michaelis-Kirchenglocken. Dies wurde damit begründet, dass es noch etwas Zeit gibt, bevor es zu spät ist, etwas am Klima und der Umwelt zu ändern.

Am Ende der Demo überreichte die Voss-Schülerin Eva Krämer als Mitglied des Orga-Teams dem Bürgermeister Carsten Behnk ein zehnseitiges Forderungsschreiben, in dem formuliert ist, was sich in Eutin unbedingt ändern sollte. Zum Einem ist die Mobilität ein großes Thema. Es soll problemlos und sicher Rad gefahren werden können. Zum Anderem steht auch der Konsum sehr weit im Vordergrund. So sollen zum Beispiel, wenn möglich, alle Papiere beidseitig bedruckt werden. Auch soll es überall mit angemessenen Mülleimern möglich gemacht werden, Müll nicht nur zu Hause ordnungsgemäß zu trennen.

Dem Orga-Team sei es außerdem wichtig, dass Schulhöfe, öffentliche und auch eigene Flächen ökologisch geplant und bewirtschaftet werden. Auch soll mindestens einmal im Jahr eine Aufklärung in Kindergärten, Schulen und Betrieben stattfinden. Der Bürgermeister versprach, er würde sich das Forderungsschreiben zu Herzen nehmen und es aufmerksam lesen. Er wäre aber schon einmal sehr dankbar über die konkreten Forderungen. „Es ist nicht genug, was in Eutin passiert. Druck muss sein“, gestand Behnk zu, der sich dem Thema gegenüber aufgeschlossen gab.

Mit dem Verlauf der Demo waren alle in der Orga- Gruppe sehr zufrieden. Wann die nächste Demo stattfinden kann, ist allerdings noch nicht festgelegt: Das Team hat wirklich viel zu tun und hat sich deutlich verkleinert, nachdem einige Mitglieder Abitur gemacht haben oder weggezogen sind. Wer sich einbringen, kann gerne Kontakt mit dem Orga- Team aufnehmen unter eutin@fridaysforfuture.de


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