Reporter Eutin

Ab Montag wird umgeleitet

Bilder

Eutin (aj). Auf gewohnten Wegen wird es in den nächsten Wochen nicht durch das Eutiner Stadtzentrum gehen: Wie Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt mitteilt, wird der Kreuzungsbereich zwischen der Schloßstraße, der Stolbergstraße und dem Schloßplatz wegen Kanalbauarbeiten in der Zeit vom kommenden Montag, dem 13. Januar bis voraussichtlich Freitag, den 6. März für den Durchgangsverkehr voll gesperrt.
Anschließend wird am Schloßplatz eine halbseitige Straßensperrung für etwa 14 Tage eingerichtet: „Der Verlauf der Sperrungen ist abhängig von der Witterung und somit dem Arbeitsfortschritt“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.
Eine Umleitung ist für diesen Zeitraum vorgesehen und entsprechend ausgeschildert. Die Umleitung erfolgt über die Lübecker Straße, Freischützstraße, Albert-Mahlstedt-Straße, Elisabethstraße und Plöner Straße. Besonders wichtig: Die Einbahnstraßenregelung in der Lübecker Straße und der Stolbergstraße wird während der Bauarbeiten aufgehoben. Durch diese Regelung wird es nur noch in Teilbereichen der Stolbergstraße möglich sein zu parken. Das gilt ebenso in der Lübecker Straße. Auch hier werden Parkplätze entfallen, um einen besseren Verkehrsfluss zu gewährleisten. In der Lübecker Straße gilt ab Hausnummer 6 bis zur Einmündung Freischützstraße ein absolutes Haltverbot. Die Haltverbote werden entsprechend ausgeschildert und die Einhaltung wird kontrolliert.
Die Kanalbauarbeiten beinhalten eine Erneuerung der in die Jahre gekommenen Entwässerungsleitungen und schließen direkt an die Kanalbauarbeiten in Schloßstraße an. Die Neugestaltung der Straße „Am Rosengarten“ liegt laut Verwaltung gut im Plan. Eine Fertigstellung und Eröffnung der neuen Straße ist im Herbst 2020 geplant: „Die Straße soll durch die Neugestaltung deutlich an Attraktivität und Aufenthaltsqualität gewinnen“, heißt es aus dem Rathaus. Die Frage, ob das durch Ausweisung als Fußgängerzone geschehen soll, ist im Bauausschuss zwar mehrheitlich negativ beantwortet worden. Entsprechende Diskussionen sind jedoch immer wieder zu hören.
Planungen für Großprojekte
Während für die Straße Am Rosengarten die Aussichten schon konkret sind, stecken andere Großprojekte noch im Vagen fest: Auf Nachfrage zum Neubau der Grundschule am Standort Kleiner See legte Kerstin Stein-Schmidt dar: „Zunächst muss der Architektenwettbewerb vorbereitet werden.“ Auf Grundlage der vorliegenden pädagogischen Konzepte müsse das Raumbuch erarbeitet werden: „Bei positivem Verlauf ist bis zum Jahresende 2020 ein Wettbewerbs-Ergebnis mit einem daraus resultierenden Planungsauftrag zu erwarten“, so die Stadtsprecherin zur Zielsetzung. In Sachen Sanierung und Neubau der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule stehe jetzt die Vorbereitung der EU-weiten Ausschreibung der Planungsleistungen an: „Wir hoffen, an dieser Stelle bis zum Herbst 2020 die passenden Planer und FachplanerInnen beauftragen zu können“, lautet die Auskunft aus dem Rathaus.
Mit den Schlossterrassen gibt es ein weiteres Projekt von hoher Dringlichkeit: „Bei diesem Projekt sind wir aus den bekannten Gründen im Verzug“, so die Stadtmanagerin zu diesem Punkt. Der Wasserschaden am Jahreswechsel 2018/19 und die Abstimmungen mit der Denkmalpflege haben die ursprüngliche Zeitschiene obsolet werden lassen: „Im ersten Quartal 2020 werden wir mit der Politik die konkreten Planungen und Zahlen diskutieren. Das Projekt muss dann dringend angeschoben werden“, lautet die Antwort weiter. Der Saal fehlt in Eutin zu vielen Gelegenheiten, Vereine, Gruppen und VeranstalterInnen brauchen die Location in dieser Größe unbedingt. Dessen ist man sich im Rathaus bewusst: „Der Bedarf nach entsprechenden Räumlichkeiten ist da, das ist allen klar“, betont Kerstin Stein-Schmidt im Namen der Verwaltung. Von einem Baubeginn in 2020 sei nicht auszugehen. Ursprünglich war dies in den Planungen vorgesehen. Nun soll im Verlauf des kommenden Jahres der Zeitplan gemeinsam mit der Politik konkretisiert werden. Fazit: 2020 bringt viel Arbeit und wenig sichtbare Ergebnisse. Das fordert Beharrlichkeit und gleichzeitig auch Geduld von allen Beteiligten. Dass im Herbst hinter die Maßnahme Am Rosengarten voraussichtlich ein Häkchen gesetzt werden kann, dürfte zumindest versöhnlich stimmen.


UNTERNEHMEN DER REGION