Marco Gruemmer

Tourismusleiterin Ulrike Dallmann verlässt Dahme

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Tourismusleiterin Ulrike Dallmann scheidet offiziell zum 31. Dezember aus. Bürgermeister Dieter Knoll bedauert diese Entscheidung, sieht darin aber auch Zukunftschancen.

Tourismusleiterin Ulrike Dallmann scheidet offiziell zum 31. Dezember aus. Bürgermeister Dieter Knoll bedauert diese Entscheidung, sieht darin aber auch Zukunftschancen.

Dahme. Der Tourismus Service Dahme stellt sich neu auf. Am Montag der vergangenen Woche hat Tourismusleiterin Ulrike Dallmann ihre Kündigung eingereicht. Sie zieht es ab 1. Januar 2022 als Geschäftsführerin zur Loreley Touristik GmbH.
 
Fast fünf Jahre stand Ulrike Dallmann an der Spitze des Tourismus Service. Jetzt hat sie sich für eine Veränderung entschieden, nimmt eine neue Herausforderung im Oberen Mittelrheintal an. „Ulrike Dallmann hat in Dahme einen super Job gemacht. Sie hat viel Engagement gezeigt und eine Reihe von neuen Ideen entwickelt“, bescheinigte Bürgermeister Dieter Knoll, der die Abschieds-Nachricht als nicht ganz einfachen Augenblick empfand. Er könne allerdings ihren Schritt verstehen, eine neue berufliche Perspektive anzugehen. „Wir werden uns jetzt zeitnah und intensiv, aber auch mit der nötigen Ruhe um die Nachfolge kümmern“, sagte Dieter Knoll. Die jetzt etwas kritische Phase (auch Veranstaltungsleiterin Anja Stamp hat Dahme zum 30. September verlassen) werde man mit Sachlichkeit und Zuversicht überstehen. „Vielleicht ist diese Situation sogar als Chance zu verstehen, altgediente Strukturen zu überdenken und neue Möglichkeiten zu schaffen“, meinte der Bürgermeister, der sich beispielsweise den Zusammenschluss der Bereiche Veranstaltungen und Marketing vorstellen könne.
 
„Für mich war es ein großes Geschenk, für Dahme zu arbeiten. Dieser Ort bietet unfassbare Möglichkeiten. Die Gäste lieben diesen Wohlfühlcharakter und das persönliche Miteinander“, sagte Ulrike Dallmann. Sie hat seit 2017 vor allem im Marketing und Veranstaltungsbereich neue Prozesse eingeleitet und eigene Ideen umgesetzt. „Wir wollten kleiner und mehr draußen veranstalten sowie dem Gast die unvergleichbare Natur näher bringen. Dazu Stück für Stück die Qualität erhöhen“, erläuterte Ulrike Dallmann. Sie hat ein neues Marketingkonzept erstellt und darin integriert ein neues Logo mit entsprechendem Slogan verwirklicht, Gesprächsrunden mit den örtlichen Leistungsträgern geschaffen, um mehr über deren Sorgen und Nöte zu erfahren und Zusammenarbeit zu fördern und stärken, hat die Vor- und Nachsaison mit Veranstaltungsformaten im Kinderhafen attraktiver gemacht und neue Eventserien wie „Legenden am Strand“ realisiert, die Nordstrand-Lichter installiert und zusammen mit ihrem Team die Animation im Kinderhafen auf ein neues Level gehoben. Außerdem war sie von Beginn an in das Ortsentwicklungskonzept involviert. „Die Zeit hat wirklich Spaß gemacht“, erklärte die Tourismusmanagerin, die sich dennoch auf eine spannende Zukunft freut.
 Jetzt braucht die 47-Jährige noch einmal eine Luftveränderung. An ihrem neuen Wirkungskreis in Rheinland-Pfalz schätzt sie die vor allem die Landschaft mit Wald sowie die Höhe und Perspektive, von einem Berg aus arbeiten zu dürfen. Das Obere Mittelrheintal bezeichnet Ulrike Dallmann als touristisches Juwel, schon heute wirft die Bundesgartenschau 2029 ihre Schatten voraus. Doch auch wenn sie den Ostseestrand gegen die Loreley eintauscht, kann man Ulrike Dallmann eines glauben: Sie wird auch künftig Dahme im Auge behalten. (mg)


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