Gesche Muchow

Quarantänepflicht für Gäste aus Corona-Risikogebieten

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Gäste aus inländischen Corona-Risikogebieten müssen sich in Quarantäne begeben.

Gäste aus inländischen Corona-Risikogebieten müssen sich in Quarantäne begeben.

Foto: Gesche Muchow

Schleswig-Holstein. Ab Donnerstag (25. Juni) müssen sich auch Einreisende aus inländischen Risikogebieten in Quarantäne begeben. Das will das schleswig-holsteinische Kabinett heute beschließen.
 
Als Risikogebiet zählen Städte und Landkreise mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Ab dem morgigen Donnerstag müssen sich Einreisende aus diesen Gebieten unverzüglich in ihre eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort 14 Tage lang isolieren. Nicht geeignet sind beispielsweise Campingplätze, Jugendherbergen und andere Einrichtungen mit Gemeinschaftsduschen oder -toiletten.
 
Reaktion auf ersten regionalen „Lockdown“
Die ergänzte Verordnung wird heute beschlossen. Damit reagiert die Landesregierung auf den Corona-Ausbruch in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Hier hatten sich mehr als 1.000 Mitarbeiter des Fleischproduzenten „Tönnies“ mit dem Virus angesteckt.
 
Weitere Lockerungen in Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein sind die Infektionszahlen weiterhin niedrig. Deshalb werde das Kabinett am Freitag, dem 26. Juni weitere Lockerungen beschließen, die am kommenden Montag in Kraft treten sollen. Dies kündigte die Landesregierung in einer entsprechenden Pressemitteilung an.
 
Veranstaltungen: Zu diesem Zeitpunkt sollen dann auch wieder Veranstaltungen im privaten Umfeld – beispielsweise Grillparties im heimischen Garten – mit bis zu 50 Personen unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein. So müssen Gastgeber unter anderem die Kontaktdaten ihrer Gäste erfassen und diese für vier Wochen aufbewahren.
 
Restaurants, Bars und Kneipen
Darüber hinaus dürfen Restaurants, Bars und Kneipen ab Montag (29. Juni) wieder rund um die Uhr geöffnet haben. Auch Buffets sollen wieder möglich sein. „Alle nun anstehenden Schritte können wir nur gehen, weil die Menschen in Schleswig-Holstein so diszipliniert sind“, betonte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg. Er hoffe, dass die Menschen weiterhin so verantwortungsvoll mit den neuen Freiheiten umgehen. „Vergessen Sie bitte auch bei schönem Wetter und dem verdienten Feierabendgetränk nicht die immer noch nötigen Abstands- und Hygieneregeln!“
 
Neuer Stufenplan für Veranstaltungen
Die Spitzen der Koalition einigten sich ebenfalls darauf, die nächsten Schritte zur Öffnung von Veranstaltungen zu ermöglichen. Zwar seien Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen weiterhin untersagt, sollte die Zahl der Neuinfektionen jedoch weiterhin niedrig bleiben, könnten am 20. Juli weitere Lockerungen in Kraft treten.
 
• Veranstaltungen mit Gruppenaktivitäten werden ab Montag ohne dauerhafte Sitzplätze mit bis zu 50 Personen unter Auflagen auch in geschlossenen Räumen möglich sein,
 
• Veranstaltungen mit Markt-Charakter sind dann mit bis zu 250 Personen außerhalb und mit bis zu 100 Personen unter Auflagen innerhalb geschlossener Räume zulässig,
 
• Sportdarbietungen werden weiterhin auf den Außenbereich beschränkt bleiben.
 
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