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Preetzer Schüler beschließen Beitritt von zwei Balkan-Staaten in die Europäische Union

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Preetz (t). Nach intensiven Debatten über die Kopenhagener Kriterien und Plädoyers für Teile des Westbalkans haben Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Preetz beschlossen, Serbien und Nordmazedonien in die Europäische Union aufzunehmen. Albanien und Bosnien & Herzegowina wurde nur ein späterer Beitritt in Aussicht gestellt. Die Abstimmungen im Rollenspiel-Parlament verliefen teilweise denkbar knapp.
Vertreterinnen und Vertreter der Presse berichteten zudem investigativ über dubiose Nebenabsprachen. Letztlich war die Mehrheit des Europaparlaments in Preetz froh, einen vertretbaren Kompromiss zur Erweiterung der EU gefunden zu haben. Sicherheit, gemeinsamer Wohlstand und Menschenrechte standen für die Rollenspiel-Abgeordneten im Vordergrund.
„Demokratie ist komplex und mitunter mühselig – vor allem in Europa. Das Ringen um Kompromisse ist aber auch von großem Wert. Die Vielfalt in Europa nutzen, um gemeinsam stärker zu sein, ist die große Aufgabe. Das haben die Schülerinnen und Schüler in Preetz hervorragend gemeistert“, erklärte René Hendricks, Vorsitzender der Europa-Union im Kreis Plön, der als einer der Teamer das Planspiel begleitet hat. „Ich selbst habe den Kommissionspräsidenten gespielt und den Schülerinnen und Schülern mitunter auch provokativ die Bedeutung europäischen Zusammenhalts in einer Welt selbstbewusster anderer Nationen wie den USA, China, Russland und Indien aufgezeigt. Das Spielen einer solchen Rolle macht großen Spaß“, weiß René Hendricks zu berichten. Xenia Seekircher als Parlamentspräsidenten und Stefan Mehrens unter anderem in der Rolle des Europäischen Rechnungshofs ergänzten das Team der Europa-Union.
Die Europa-Union bietet landesweit Planspiele dieser Art an. Dabei schlüpfen Schülerinnen und Schüler einen halben Tag bis zu mehreren Tagen in die Rolle von beispielsweise Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus verschiedenen Ländern und Parteien. Mit entsprechenden Themenpapieren ausgerüstet absolvieren sie so eine Reihe von Verhandlungen. In Preetz galt es einen Schultag lang, Fraktionssitzungen, dezentrale Beitrittsgespräche sowie Diskussionen im Plenum zu absolvieren. „Einmal selbst in der Haut einer Politikerin oder eines Politikers zu stecken, vermittelt viel besser das politische System Europas als es klassischer Unterricht könnte. Diese Form der politischen Bildung ist uns deshalb als Ergänzung so wichtig. Die Europäische Union braucht nachwachsende Demokratinnen und Demokraten, die auch zur Verständigung mit anderen Nationen und Kulturen in der Lage sind“, so René Hendricks abschließend.



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