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Preetzer Seniorenzentrum begrüßt 49 neue Bewohner Das Haus am Klostergarten feiert seinen fertiggestellten Neubau

Preetz (cfö). Lange mussten Sie warten. Lange mussten sie neben Baustellenlärm leben. Die Senioren des Hauses am Klostergarten sind froh- endlich ist der Neubau fertiggestellt und sie bekommen neue Mitbewohner. 49 neue Senioren können voraussichtlich ab Mitte Juli diesen Jahres nach drei Jahren Bauzeit in den neuen Trakt der Einrichtung einziehen.

Zur Feier des Tages lud das Leitungsteam des Zentrums am 19. Juni ein, den Neubau zu erkunden und sich selbst ein Bild zu machen. Alexander Gross, Geschäftsführer der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen des Kreises Plön, begrüßte die Anwesenden zunächst. Er freut sich, durch den Bau „die Not in stationärer Pflege lindern zu können“. So blickte er auf die mehr als drei Jahre Bauzeit zurück und erklärte, dass der Bau zeitgleich mit dem Lockdown 2020 gestartet sei. Sowohl für die Pflegekräfte, die Bewohner, als auch für die Baustellenmitarbeiter sei das Zusammenleben und-arbeiten eine riesige Herausforderung gewesen, insbesondere in der Corona-Krise.
Ein weiteres Hindernis des Baus war zudem Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine: Er führte zu Preissteigerungen, Rohstoffmangel und langen Lieferzeiten.
Bei einer Finanzierung von 17,5 Millionen Euro und ungefähr 100 Baubesprechungen sind die Bauherren froh, dass die Eröffnung nun in greifbarer Nähe ist.

Insgesamt sollen 212 Bewohner das Haus am Klostergarten ihr Zuhause nennen können. Zudem sind ein neuer Verwaltungstrakt, ein neuer Saal für Events, neue Dienstzimmer, zwei Gästezimmer für die Kurzzeit- und Palliativpflege errichtet worden sowie ein kleiner Friseursalon. Die etwa 20 m² großen Zimmer mit ihren großen Badezimmern entsprechen einem höheren Standard als gesetzlich vorgesehen.
Alexander Gross legte auch die Zahlen offen, die beim Bau relevant waren. So wurden 193 bis zu zwölf Meter lange Gründungspfähle eingesetzt sowie 1.900 m³ Beton, 220 Tonnen Eisen, 3.500 Meter Trinkwasserleitungen, 9.000 Meter EDV-Leitungen,

32.000 Stromleitungen und 800 Leuchten beim Bau verwendet.
Die Bewohner und Pflegekräfte wurden beim Bau mit einbezogen. Die Mitarbeiter duften beispielsweise ihre Diensträume gestalten und die Senioren haben die Möglichkeit, ihre eigenen Möbel mitzunehmen, damit sich alle Beteiligten wohl fühlen können und ein „persönliches Flair“ erzeugt werden kann.
Der Plöner Landrat Björn Demmin lobte den Bau und freut sich, dass die ehemalige Baustelle nun mit Leben gefüllt werden kann. Die Türen des Hauses seien immer offen gewesen und insbesondere der neue Veranstaltungssaal kann nun für Konzerte und andere
Events genutzt werden.

Auch der Preetzer Bürgermeister Tim Brockmann freut sich auf die „generationsübergreifenden Begegnungen“, die nun wieder im Großen Maße möglich sind und bezeichnete die Veranstaltung als „Tag der Freude“.
Die durch den Bau bedingten Verkehrseinschränkungen sind zum Großteil wieder aufgehoben. Der Bedarf an neuen Zimmern war immens groß. Die Wartelisten in Seniorenzentren sind lang und Kapazitäten sehr begrenzt, weshalb der Neubau überaus wichtig war.
Doch auch die Bewohner des alten Trakts kommen mit Neuerungen nicht zu kurz. So soll beispielsweise demnächst auch deren Küchenbereich umgebaut werden. Die Bewohner des Hauses am Klostergarten können sich also auf einige Neuheiten freuen.

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