Reporter Eutin

Ein E-Auto für den Naturschutz in der Holsteinischen Schweiz

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Eutin (ed). Ein großer Faktor im Kampf gegen den Klimawandel ist die E-Mobilität – auch wenn die Herstellung der Batterien noch alles andere als emissionsfrei ist, mindert jedes weitere Auto, das elektrisch unterwegs ist, den Schadstoffausstoß und dient dazu, unsere Umwelt zu schützen. Und ein weiteres E-Auto ist ab sofort auf unseren Straßen unterwegs – ein nagelneuer Hyundai Kona, am Steuer abwechselnd das Team der Integrierten Station Holsteinische Schweiz, einer Außenstelle des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.
Hauptaufgabe der Integrierten Station ist natürlich die Naturschutzarbeit vor Ort wie die Betreuung von Schutzgebieten, die Umsetzung oder fachliche Begleitung von Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen, biotopgestaltenden Maßnahmen oder (Artenschutz-) Projekten. Ein thematischer Schwerpunkt der Eutiner Station liegt im Bereich der Auenlebensräume. Seen, Fließgewässer, Moore, Feuchtwälder und Grünlandstandorte inklusive der dort vorkommenden Arten runden diesen Themenblock ab. „Unser Einsatzgebiet sind die Kreise Ostholstein und Plön sowie ein Teil des Kreises Segeberg“, macht Jens Rethwisch aus dem Team der Integrierten Station deutlich, „und damit automatisch viel unterwegs.“ Bei Arbeiten, die Geländegängigkeit und Transportvolumen erforderlich machen, ist Jens Rethwisch mit dem Pick up unterwegs. Alle anderen, die straßengebundenen Fahrten wurden bisher mit einem alten Diesel erledigt – der wurde nun von dem nagelneuen Hyundai Kona abgelöst, den Jens Basfeld, Dezernatsleiter des LLUR, dem dem Team der Integrierten Station in der vergangenen Woche ganz offiziell übergab. „Wir sind keine Außenstelle, die im Fokus steht“, schmunzelt Carsten Burggraf, „umso mehr freuen wir uns, dass wir die erste Naturschutzstelle des Landes sind, die e-mobil unterwegs sein kann.“ So schützen die Naturschützer nun die Natur sogar auf Dienstfahrten. Ein kleines Stück Naturschutz mehr, ein kleiner Schritt gegen den Klimawandel – „wir sind viel unterwegs“, so Carsten Burggraf, „und freuen uns sehr, das jetzt mit deutlich weniger Emissionen sein zu können.“
Gekauft hat das LLUR den Hyundai Kona natürlich im Eutiner Autohaus am Bungsberg – „einerseits wollten wir einfach den tollen Service hier vor Ort“, erklärt Carsten Burggraf, „aber zum anderen ist es uns wichtig, das Geld in der Region zu lassen.“ Das bestätigt Jens Basfeld gern – „die regionale Wirtschaft zu fördern, liegt uns natürlich am Herzen. Wer, wenn nicht wir, sollte sonst vor Ort kaufen?“
400 Kilometer Reichweite hat der Kona, dann muss er an die Ladesäule. Die wurde gleich mitgeliefert und steht jetzt der Integrierten Station und dem Finanzamt auf dem Parkplatz. Eine Seite ist dem Auto der Naturschützer vorbehalten, die andere Seite ist aber öffentlich zugänglich und darf herzlich gern genutzt werden. Gespeist wird sie natürlich mit 100 Prozent Naturstrom – „alle sind herzlich eingeladen, ihre E-Autos hier aufzuladen. Man kann sich per App registrieren und freischalten lassen“, erklärt Jens Basfeld, „und dann den üblichen Strompreis zahlen.“


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