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„In meinem neuen Beruf habe ich meinen Platz gefunden“

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Eutin (t). Nach den drei gemeisterten Prüfungen im praktischen, im schriftlichen und im mündlichen Bereich gab es Berufsurkunden und Zeugnisse für die 16 erfolgreichen Absolventen der Altenpflegeausbildung sowie für die acht Prüflinge in der Altenpflegehilfe der DRK-Fachschule für Altenpflege in Eutin. Aus beiden Ausbildungsgängen konnte es jeweils eine Teilnehmerin schaffen, alle drei Prüfungsteile mit der Bestnote „sehr gut” abzuschließen. Zum ersten Mal kamen beide aus derselben Ausbildungs-Einrichtung: dem DRK Pflegezentrum am Mühlenblick in Neustadt in Holstein.

Die hohe Qualität der Prüfungsleistungen hob Erich Schüller vom Landesamt für soziale Dienste aus Kiel lobend hervor. Gewährleistet wurde diese Qualität durch ein multiprofessionelles Prüfungsteam bestehend aus Rechtsanwälten, Geragogen, Soziologen, Ärzten und Pflegepädagogen.
Zum festlich geschmückten Veranstaltungsort, dem L’Etoile in der Lübecker Landstraße in Eutin, kamen etliche Kollegen, Familienmitglieder, Freunde, Arbeitgeber und Praxisanleiter, um zusammen mit den 24 Absolventen den erfolgreichen Abschluss gebührend zu feiern. Der Altenpflegekurs E-362 hat viel erlebt während der gemeinsamen Ausbildungszeit, einen Teil der gemeinsamen Erlebnisse skizzieren Ute Jessien, die Schulleiterin der DRK Fachschule für Altenpflege sowie die Kursleiterin Jowita Rößler. Besonders engagiert haben die Teilnehmer sich für das Projekt “Care4future”, dem innovativen Konzept zur Gewinnung von Nachwuchskräften in den Pflegefachberufen, das im Eutiner Netzwerk unter anderem mit dem Johann-Heinrich-Voß- Gymnasium kooperiert.

Eine besondere Geschichte hat eine der erfolgreichen Absolventinnen, Heike Petersen, zur Altenpflege gebracht, die ihre praktische Ausbildung im DRK Pflegezentrum in der Waldstraße in Eutin absolviert hat. „Eigentlich wollte ich nie in die Altenpflege, aber ich habe damals einen Teilnahmeplatz bei einem Pflegekongress gewonnen, das war der Beginn der Änderung von so ziemlich allem in meinem Leben.“, berichtete sie. Sie hat als Angestellte in einem Büro in Nordrhein-Westfalen gearbeitet, als eine Zeitung ein Gewinnspiel anbot, bei dem es einen Platz bei einem Kongress rund um das Thema Pflege zu gewinnen gab. Aus Neugier habe sie damals mitgemacht, erzählte sie, und fand die Themen so spannend, dass sie sich im April 2016 dazu entschloss, den bisherigen Job aufzugeben und mit 50 Jahren nochmal eine Ausbildung in Düsseldorf zu beginnen. Ihre Mutter stammt aus Eutin und als diese 2017 entschied, in die alte Heimat zurückzukehren, kam sie kurzentschlossen mit in den Norden. Dort fand sie einen praktischen Ausbildungsplatz beim DRK in der Waldstraße und bekam eine Platzzusage an der DRK Fachschule für Altenpflege im Meinsdorfer Weg. Ein individueller Lehrplan wurde für sie erarbeitet, um alle erforderlichen Lernbereiche abzudecken, dabei war eine Verlängerung der Ausbildung um ein halbes Jahr notwendig, um die curricularen Differenzen zwischen den beiden Bundesländern ausgleichen zu können. „Ich vermisse Nordrhein-Westfalen kein Stück”, sagte die frisch examinierte Heike Petersen, „und auch mein altes Leben nicht. Hier in Eutin und in meinem Beruf, der Altenpflege, habe ich meinen Platz gefunden!”
 

Die meisten der Altenpflegehelfer/-innen haben durch ihre guten Noten, die Möglichkeit, die Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft um ein Jahr zu verkürzen. Sie beginnen am 1.Oktober diesen nächsten Karriereschritt. Ob es diese Möglichkeit auch im nächsten Jahr noch geben wird, ist derzeit fraglich, denn eine große Reform der Pflegeausbildungen steht ab 2020 ins Haus. Die „Generalistische Pflegeausbildung“ ist dann die neue zeitgemäße Pflegeausbildung, die die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege verbindet. Die DRK-Pflegeschulen werden neben der Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/Pflegefachmann bei Bedarf zusätzlich die Spezialisierung zur/zum Altenpfleger/-in anbieten.


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Alexander Knappe

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