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Tradition trifft Freiheit

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Foto: hfr

Plön (t). Nach zwei Jahren Pause durfte das traditionelle Pfingstlager von „Plön bewegt - Dein Sportverein e.V.“ endlich wieder stattfinden. Knapp 70 Kinder und Jugendliche verbrachten das Wochenende mit einem motivierten Betreuer-Team aus Jugendausschuss und TurnerJugend Plön auf der Prinzeninsel. Acht große Zelte und eine Feuerstelle bildeten den Kern des Lagers. Ein buntes Programm aus viel Sport, wilden Spielen, einer Rallye, Badespaß im Plöner See und verschiedenen Arbeitsgemeinschaften bildeten das Programm. „Ich habe noch nie Chips aus Brennnesseln über dem Lagerfeuer selbst gemacht“, staunte der kleine Levi nicht schlecht. „Erst mussten wir Holz sägen, mit einer Axt spalten, und ein großes Feuer machen. Auch Kekse und Waffeln haben wir über dem Lagerfeuer gebacken.“ Der Jugendausschuss hatte stets alle Hände voll zu tun, denn das Essen, welches aus regionalen und Bio-Produkten bestand, wurde im Lager selbst hergestellt. Wo lernen Kinder noch für so viele Menschen auf einem Bunsenbrenner Nudeln für einen Salat zu kochen und in mitgebrachte Gläser einen Quark-Obst-Nachtisch selbst herzustellen? Das multiprofessionelle Team aus Pädagog*innen und Betreuer*innen legt viel Wert darauf, dass die Kinder und Jugendlichen in möglichst viele Arbeitsprozesse integriert werden. Das Lernen draußen in der Natur sorgt für eine nachhaltige Entwicklung gerade in der jungen Altersklasse. Besucher*innen des niedersächsischen Bauernhauses, einem Café direkt an der Spitze der Prinzeninsel, waren begeistert von einer solchen Aktion. „Genau so muss die Freizeit für Kinder und Jugendliche doch heute aussehen“, waren sich die Gäste einig. Einige Kinder genossen es den ganzen Nachmittag auf dem Großtrampolin, an der Outdoor- Tischtennisplatte oder dem nahe gelegenen Badestrand zu verbringen. Bei dem eigenen Lagertanz blickte man mehrfach täglich in strahlende Augen und das abendliche Gitarre spielen rundete jeden Tag besonders stimmig ab. „Wir hoffen den Kindern eine kleine Abwechslung zu ihrem Alltag geben zu können“, berichtete die Jugendwartin Johanna Hintz. „Gerade die letzten beiden Jahre sind soziale Kontakte, Aktivitäten im Freien, das Leben ohne Elektronik und das Spüren des eigenen Körpers eindeutig zu kurz gekommen.“ Viele Kinder haben an diesem Wochenende gelernt wie schön es ist, in der Natur zu sein. Und bei einem waren sich alle einig: wir wollen jetzt auch mit Mama und Papa mehr Zeit draußen verbringen. „Die notwendigen, natürlichen Bedürfnisse der Kinder sind in der letzten Zeit so vielfältig geworden, dass wir mit unserem Team den Anforderungen an diese veränderte Kindheit nur schwer gerecht werden können. Mit einem so bunten Zeltlager, ist es uns aber gelungen, möglichst viele dieser Bereiche abdecken zu können. Ich freue mich auch über mein junges Team und die erfahrenen, älteren Helfer*innen, die wieder einmal gerne bereit waren ihr langes Wochenende mit einer wilden Gruppe von Kindern zu verbringen“, freute sich die Jugendwartin.


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