Petra Remshardt

Multiple Sklerose: Neue Therapieoptionen

Neustadt. Im Rahmen ihrer Vortragsreihe „GesundheitsGespräche“ lädt die Schön Klinik Neustadt am Donnerstag, dem 12. November um 19.30 Uhr zu einem Vortrag unter dem Titel „Multiple Sklerose: Neue Therapieoptionen“ ein. Janka Jordt, Oberärztin der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie, wird zum Thema informieren und anschließend für individuelle Fragen der Besucher zur Verfügung stehen.
Multiple Sklerose (MS) ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) im jungen Erwachsenenalter. Für die oft mitten im Leben stehenden Patienten bedeutet die Konfrontation mit der Diagnose „MS“ eine besondere Herausforderung für Beruf, Familie, Partnerschaft und für die eigene körperlich-seelische Integrität und Unabhängigkeit.
Fehlgeleitetes Immunsystem bei Multiple Sklerose
Bei der MS greift das Immunsystem fehlgeleitet Anteile eigener Nervenzellen in Hirn und Rückenmark an (Autoimmunerkrankung), was zu einer fortschreitenden Schädigung des Nervensystems führt. An mehreren (multiplen) Stellen des Gehirns und Rückenmarks flammen Entzündungen auf, die nach Abklingen der Entzündung vernarben (Sklerose). Die Folgen können neurologische Funktionsausfälle ganz unterschiedlicher Art sein: Lähmungen, Gefühls- und Sehstörungen sowie Verminderung der Muskelkraft, zum Beispiel mit nicht kontrollierbaren Verkrampfungen einzelner Gliedmaßen.
Wie wird die Multiple Sklerose festgestellt?
Es gibt bei der MS sehr unterschiedliche Verlaufsformen. Dabei ist es wichtig, diese frühzeitig zu unterscheiden, da sie verschieden behandelt werden. Das Grundprinzip der Diagnosestellung bilden die Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese), die körperlich-neurologische Untersuchung sowie Zusatzuntersuchungen wie Kernspintomografie und Nervenwasserpunktion. Andere Autoimmunerkrankungen und Gefäßentzündungen müssen ausgeschlossen werden. Ein ganz wichtiger Baustein ist die Neurophysiologie, mit deren Hilfe die Impulsübertragung über das Rückenmark zum Gehirn elektronisch messbar wird.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Trotz aller Fortschritte bei der Entwicklung von Therapien bleibt die MS immer noch eine nicht heilbare Erkrankung. Das Hauptziel der derzeit eingesetzten Therapiemethoden, wie beispielsweise der Einsatz von Medikamenten und physiotherapeutischen Übungen, ist es den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen und die Erkrankten bestmöglich vor schubartigen oder bleibenden Behinderungen zu bewahren sowie bestehende Symptome im Hinblick auf eine bessere Lebensqualität zu behandeln. In den letzten Jahren sind eine Vielzahl neuer Medikamente zur Behandlung auf den Markt gekommen. Dadurch haben sich die Behandlungsmöglichkeiten vervielfacht. Im Fokus des „Gesundheitsgespräches“ sollen die Vorstellung und Einsatzmöglichkeiten, insbesondere der Nutzen und die Risiken der neuen Medikamente stehen. „In der Schön Klinik Neustadt stehen alle Möglichkeiten für die exakte Diagnostik und professionelle Therapie von MS-Patienten zur Verfügung. Nach dem Vortrag werden wir gern persönliche Fragen unserer Gäste beantworten“, sagt Oberärztin Janka Jordt.
Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Parkgebühren werden erstattet. Außerdem sind alle Besucher zu einem kleinen gesunden Snack eingeladen. Das „GesundheitsGespräch“ findet im großen Konferenzraum der Schön Klinik statt. (red)


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