Petra Remshardt

Schüler der Grundschule Grube erarbeiten mit dem Künstler Johannes Caspersen aus Flensburg einen „Fischzug“

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Grube. Bereits im Mai konnten die Viertklässler der Grundschule Grube dem Bildhauer Johannes Caspersen bei seiner Arbeit an den beiden Figuren „der Fischer“ und „der Reisende“ auf dem Paasch-Eyler-Platz in Grube bei seiner Arbeit zuschauen. Die beiden Skulpturen sind Teil des Projektes LandKunstStück, das mit Skulpturen und Installationen im Umkreis landwirtschaftlicher Nutzflächen den Dialog zwischen Verbrauchern und Landwirten anstoßen möchte. Das Projekt LandKunstStück möchte in Grube auf die durch die Trockenlegung des ehemals drittgrößten Sees Schleswig-Holstein veränderte Kulturlandschaft hinweisen.
Der Verein LandKunstStück, Träger des gleichnamigen Projektes, hat gemeinsam mit Johannes Caspersen einen spendenfinanzierten Workshop für die vierte Klasse der Grundschule Grube initiiert. Am 6. Juni trafen sich 19 Schüler mit dem Künstler in der Tenne auf dem Paasch-Eyler-Platz. Bereits im Vorfeld war besprochen, dass die Schülerinnen und Schüler Linoleum-Platten bearbeiten werden. Eine Technik, die der Bildhauerei, wie sie die Kinder bereits live sehen konnten, ähnlich ist.
Die beiden Figuren „der Fischer“ und „der Tourist“ sind Sinnbilder für das Leben in der Vergangenheit und das Leben unserer Zeit. Als Vorbereitung auf den Workshop sollten die Schülerinnen und Schüler sich Gedanken dazu machen, welche Fische ursprünglich im Gruber See beheimatet waren, welche Fischarten noch heute im Oldenburger Graben zuhause sind und künftig sein werden. So wird die Idee hinter der Arbeit von Johannes Caspersen - Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft - aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.
Linolschnitt ist wie Holzschnitt eine grafische Technik, die im Hochdruckverfahren arbeitet. Jedes Kind schnitzte mithilfe spezieller Werkzeuge ein vorher gezeichnetes Motiv in die Platte, anschließend wurden die Platten mit Farbe eingewalzt und auf Papier gedruckt.
Mit großer Konzentration und viel Begeisterung entstand auf diese Weise ein beeindruckender „Fischzug“. Jedes Kind konnte alle erforderlichen Arbeitsschritte erfahren und wurde von Johannes Caspersen ermutigt, sich selbst mit Ideen und Vorschlägen einzubringen. Frau Sagawe und Frau Brückel übernahmen den pädagogischen Teil des Workshops und standen dem Künstler im Umgang mit den Schülern zur Seite. „Zusammen etwas schaffen, Kreativität fördern, Freude am gemeinsam erreichten Erfolg - das hat Johannes Caspersen gemeinsam mit den Schülern auf beeindruckende Weise umgesetzt“ so Frau Sagawe, Leiterin der Grundschule Grube. Auch Johannes Caspersen war mit dem nach nur einem Vormittag erzielten Ergebnis glücklich und rundum zufrieden und wieder einmal begeistert von der Atmosphäre auf dem Paasch-Eyler-Platz und dankte der Gruber Bürgergilde für den zur Verfügung gestellten Workshop Platz.
Die von den Kindern gefertigten Exponate sind bereits in der Schule ausgestellt und werden beim Schulfest am 25. Juni allen Gästen präsentiert. (red)


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