Simon Krüger

Wohnen: Deutsche bauen mehr Bungalows

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Immer mehr Deutsche bauen Bungalows.

Immer mehr Deutsche bauen Bungalows.

Foto: Pixabay.com

Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts galten Bungalows als besonders trendig, gerieten dann jedoch in Vergessenheit. Mittlerweile erlebt der eingeschossige Bau ein Revival und ist bei immer mehr künftigen Eigenheimbesitzern beliebt. Aber warum eigentlich? Wir zeigen, welche Vorteile Bungalows im Vergleich zu anderen Bauformen bieten. Außerdem gehen wir auf die unterschiedlichen Baustile ein.
 
Ein Blick auf den Hausbau-Report 2017 verrät: Das Bauverhalten der Deutschen hat sich stark gewandelt. Immerhin wurden 2017 18 % aller Häuser als Fertighäuser gebaut. Vor einigen Jahren war dieser Anteil noch geringer. Ebenso erhöht hat sich der Anteil an Bungalow-Bauten. Vor allem in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gelten Bungalows als besonders beliebt.
 
Ein Bungalow - viele Vorteile
Ob das neue Eigenheim ein Bungalow werden soll, hängt immer von den eigenen Präferenzen ab. Möchte man möglichst wenig selbst aktiv werden, sind Fertighäuser eine gute Entscheidung. Ein Bungalow bauen als Fertighaus bietet immerhin zahlreiche Vorteile:

  • Typisch ebenerdige Bungalows bieten viel Barrierefreiheit und sind für ältere Menschen ebenso geeignet wie für Familien mit Kindern
  • Verteilt sich die Wohnfläche nur auf eine Ebene, wirkt dies weitläufiger als bei der Verteilung auf mehrere Geschosse
  • Heutzutage bieten moderne Bungalows ein Höchstmaß an Individualität und können neben dem klassischen Flachdach auch mit Satteldach, Walmdach oder Pultdach versehen werden
  • Bei der einstöckigen Variante kommt es zu keinem Platzverlust durch ein Treppenhaus
  • Weil Bungalows als Energiesparhaus realisiert werden können, kommen bei der Finanzierung zahlreiche Fördermöglichkeiten infrage

 
Diese Baustile gibt es beim Bungalow
Bungalow ist nicht gleich Bungalow. Bauherren können aus mehreren Baustilen wählen. Zunächst muss jedoch geklärt werden, ob es ein Fertig- oder ein Massivhaus werden soll. Wer schneller in die eigenen vier Wände ziehen möchte, ist mit einem Fertighaus gut beraten. Dieses kann dank vormontierter Bauteile innerhalb kürzester Zeit errichtet werden. Dem stehen Bungalows in Massivhaus-Bauweise gegenüber. Hier wird Stein auf Stein direkt auf dem Grundstück gebaut. Eine ganz andere Variante sind Holzhäuser, die durch das Naturmaterial ein angenehmes, gesundes Raumklima bieten.
 
Eine weitere Frage, die geklärt werden muss: Welche Form soll das Bungalow haben? Für ein offenes, modernes Wohnkonzept bieten sich Winkelbungalow (L-Form) und ein klassisch rechteckiger Grundriss an. Etwas ausgefallener sind Bungalows in Z-Form. Dank dieser kann zum Beispiel ein schattiges Plätzchen auf der Terrasse entstehen.
 
Bungalows bieten Planungsfreiheit
Was die Gestaltung der Wohnräume anbelangt, sind Bauherren bei Bungalows vollkommen frei. Dadurch bietet sich auch die Verbindung aus Wohnstätte und Arbeitsplatz an. Wer möchte, kann außerdem Innen- und Außenbereich miteinander verbinden. In den warmen Sommermonaten kann das Wohnen dank Terrassen und Überdachungen problemlos ins Freie verlegt werden.
 
Planungsfreiheit ist eines der wesentlichen Merkmale beim Bungalow. Natürlich sollten die Wünsche immer zum eigenen Budget passen. Nicht immer ist es sinnvoll, wenn man für Sonderwünsche ein höheres Baudarlehen aufnehmen möchte. Allerdings sollte man sich durchaus an einige Standards halten, zum Beispiel bei den Fenstern - denn Klimaschutz beginnt im Haus.


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