Petra Remshardt

Eine starke Truppe! Freiwillige Feuerwehr Neustadt feiert 150-jähriges Jubiläum

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Neustadt. 83 Kameraden, 22 Mitglieder in der Ehrenabteilung, 173 fördernde Mitglieder, 40 Kinder in der Jugendwehr und 20 Kinder in der Kinderabteilung. Damit ist die Freiwillige Feuerwehr Neustadt 150 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1869 die zweitälteste Wehr im Kreis und die Jugendwehr sogar die größte Jugendwehr Ostholsteins. Ein besonderes Ereignis, das die Kameraden mit rund 400 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft am vergangenen Wochenende im Theatersaal der Jacob-Lienau-Schule mit einem großen Festkommers gebührend feierten.
 
Wehrführer Alexander Wengelewski begrüßte die Anwesenden herzlich und übergab das Wort an die zahlreich angemeldeten Gastredner. Unter anderem Staatssekretär Torsten Geerdts gratulierte der Wehr zu diesem „herausragenden Ereignis“ und dass der Einsatz der ehrenamtlich agierenden Feuerwehrleute für das Land unbezahlbar wäre und dass man ihr freiwilliges persönliches Engagement nicht hoch genug eingeschätzt werden könne.
 
Landesbrandmeister Frank Homrich erinnerte an den immensen Sprung, den die Wehren im Laufe von 150 Jahren in Sachen Technik gemacht hätten: „Der Vergleich einer Handdruckspritze mit einem Löschfahrzeug ist unglaublich. Wir haben inzwischen eine so große Professionalität erreicht, dass wir uns hinter den Berufswehren nicht verstecken müssen“, bekräftigte er. Gleichwohl mahnte er, dass die Wehren zunehmend auch wegen Lappalien gerufen würden und dass dieses Einsatzaufkommen für die Ehrenamtler kaum zu schaffen sei.
 
Auch Landrat Reinhard Sager befürchtet, dass das Ehrenamt inzwischen an seine Grenzen stoße und honorierte die großartige Leistung der Feuerwehrleute: „Mit eurer Begeisterung, Pflichterfüllung und eurer ganzen Tatkraft bringt ihr täglich hervorragende Leistungen zum Wohl eurer Mitmenschen“, sagte der Landrat.
 
Bürgermeister Mirko Spieckermann hatte das größte „Geschenk“ im Gepäck. Er freute sich, der Neustädter Wehr ein Wechsellader-Fahrzeug im Wert von 600.000 Euro überreichen zu dürfen. „Das ist sehr gut investiertes Geld“, betonte der Verwaltungschef. „Sie gehören zu einer der 24.000 Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland und bilden damit das Rückgrat des Brandschutzes. Wir wissen, was wir an unserer Feuerwehr haben“, lobte er nachdrücklich.
 
Eine besonders wichtige Aufgabe hatte Feuerwehrpastor Matthias Hieber, der das neue Fahrzeug traditionell segnete. Nach weiteren Grußworten und Jubiläumsgeschenken sowie großzügigen Geldspenden - das Ameos überreichte einen 1.000 Euro-Scheck - ging die Feier zum gemütlichen Teil über und die Gäste konnten sich unter anderem an drei gigantischen Motivtorten gütlich tun. Um die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten kümmerte sich der Feuerwehrmusikzug Grömitz, der gekonnt aufspielte und einige Klassiker zu Gehör brachte. (gm)


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